Waffen in der Kabine Arenas und Crittenton bis Saisonende gesperrt

Die NBA hat zwei Spieler der Washington Wizards hart bestraft: Gilbert Arenas und Javaris Crittenton wurden bis zum Saisonende gesperrt. Beide hatten im Dezember Schusswaffen in die Umkleidekabine mitgebracht. Zudem müssen sie auf ihr Gehalt verzichten.

Wizards-Profi Arenas: Muss bis zum Saisonende auf rund zehn Millionen Dollar verzichten
AP

Wizards-Profi Arenas: Muss bis zum Saisonende auf rund zehn Millionen Dollar verzichten


Hamburg - Gilbert Arenas und Javaris Crittenton von den Washington Wizards sind bis zum Saisonende der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA gesperrt worden. Beide Spieler werden bis dahin auch kein Gehalt bekommen. Arenas und Crittenton hatten am 19. Dezember 2009 auf dem Rückflug von der 95:121-Niederlage bei den Phoenix Suns eine Auseinandersetzung im Anschluss an ein Wettspiel. Dabei soll Crittenton gedroht haben, Arenas "ins Knie zu schießen". Zwei Tage darauf hatte Arenas vier Waffen und Crittenton eine Pistole mit in die Umkleide-Kabine gebracht, angeblich, um sich gegenseitig zu beeindrucken.

"Wir werden keine Waffen am Arbeitsplatz tolerieren", sagte NBA-Chef David Stern. Er hatte sich am Mittwoch mit Arenas und tags zuvor bereits mit Crittenton zu Gesprächen getroffen. "Wir meinen es so, wenn wir sagen, dass Schusswaffen in unseren Gebäuden und in unseren Teams verboten sind. Wenn man dieses Verbot missachtet, wird man streng bestraft, denn es stellt eine potenzielle Gefahr für jedermann dar", sagte Stern. Der Liga-Chef hatte Arenas (Spitzname "Agent Zero") bereits Anfang Januar auf unbestimmte Zeit vom Spielbetrieb ausgeschlossen, nachdem der Superstar der Wizards am 5. Januar unmittelbar vor Beginn des Spiels bei den Philadelphia 76ers mit seinen Händen eine Pistolen-Geste gemacht hatte.

Urteil gegen Arenas im März

Arenas hatte sich am 15. Januar vor einem Washingtoner Kammergericht schuldig bekannt, durch das Tragen einer Waffe in der Öffentlichkeit ohne Lizenz gegen das Waffengesetz der Stadt verstoßen zu haben. Durch sein Geständnis kam der 28-Jährige einer möglichen Haftstrafe von fünf Jahren zuvor. Das Urteil gegen ihn soll am 26. März verkündet werden.

Durch die Sperre muss Arenas auf jede Menge Geld verzichten: Da er bis zu seiner Suspendierung Anfang Januar nur 32 von 82 möglichen Saisonspielen absolvieren konnte, entgehen Arenas bis zum Ende der Spielzeit rund zehn Millionen Dollar. Sein Jahresgehalt beträgt 16,2 Millionen Dollar.

ceb/sid/dpa



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