Wasserpfeifen-Affäre Rekordschwimmer Phelps für drei Monate gesperrt

Wasserpfeife statt Schwimmbecken: Michael Phelps, der bei Olympia in Peking acht Goldmedaillen gewann, wurde vom US-Schwimmverband bestraft, weil er vermutlich Marihuana konsumiert hat. Ein bekannter Sponsor will deswegen nicht mehr mit dem Star werben.


Hamburg - Der US-Schwimmverband hat den 14-fachen Olympiasieger Michael Phelps für drei Monate gesperrt. Wie der US-Nachrichtensender CNN am Donnerstag (Ortszeit) berichtete, werde Phelps in dieser Zeit auch keine finanzielle Unterstützung vom Verband erhalten. Der 23-Jährige habe zwar keine Anti-Doping-Regel verletzt, jedoch habe der achtmalige Goldmedaillengewinner der Olympischen Sommerspiele von Peking viele Menschen enttäuscht.

US-Schwimmer Phelps: Vom Wasser an die Pfeife
AP

US-Schwimmer Phelps: Vom Wasser an die Pfeife

Das britische Boulevardblatt "News of the World" hatte kürzlich ein Foto veröffentlicht, dass Phelps mit einer Wasserpfeife am Mund zeigte. Der Schwimmstar entschuldigte sich daraufhin öffentlich für "sein Fehlverhalten", einen möglichen Konsum von Marihuana hat er bisher aber nicht eingeräumt.

Phelps Sponsor Kellogg hatte am Donnerstag (Ortszeit) mitgeteilt, der Vertrag mit dem Schwimmer werde nicht verlängert. Eine Sprecherin des Nahrungsmittelkonzerns sagte, das Verhalten passe nicht zum Image von Kellogg. Der Vertrag läuft Ende Februar aus.

Ein Verlust seiner acht Goldmedaillen von Peking droht Phelps allerdings nicht. Insgesamt hat Phelps bisher bei Olympischen Spielen 14 Mal Gold geholt und ist damit der erfolgreichste Athlet der olympischen Geschichte.

Im Dezember 2004 hatte ein US-Gericht Phelps zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt, weil er alkoholisiert am Steuer seines Wagens erwischt worden war.

all/dpa



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