Reaktion auf McLaren-Report Wada fordert Russlands Olympia-Aus

Die Olympischen Sommerspiele sollen ohne russische Sportler stattfinden: Das fordert die Welt-Anti-Doping-Agentur nach der Veröffentlichung des McLaren-Reports. Russland soll Doping systematisch verschleiert haben.

Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada)
REUTERS

Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada)


Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat nach der Veröffentlichung des McLaren-Reports zum jahrelangen systematischen Doping im russischen Sport den Ausschluss Russlands von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) gefordert.

"Die Wada ruft die Sportbewegung auf, den russischen Sportlern die Teilnahme an internationalen Sportereignissen inklusive Rio zu verwehren, bis sich ein Kulturwandel vollzogen hat", teilte Wada-Sprecher Ben Nichols auf Twitter mit. Die Wada hatte den Report des kanadischen Juristen Richard McLaren initiiert.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird am Dienstag nach einer Telefonkonferenz der Mitglieder des Exekutivboards über erste Maßnahmen entscheiden.

IOC-Präsident Thomas Bach zeigte sich über die Erkenntnisse des McLaren-Reports entsetzt: "Die Ergebnisse des Berichts zeigen einen erschreckenden und beispiellosen Angriff auf die Integrität des Sports und der Olympischen Spiele. Daher wird das IOC nicht zögern, die härtesten Sanktionen gegen jede beteiligte Person oder Organisation zu treffen."

Die Wada fordert zudem die Fifa auf, den russischen Sportminister Witali Mutko zu überprüfen. Der Spitzenfunktionär ist Mitglied im Council des Fußball-Weltverbands. Im McLaren-Bericht wird eine Mitwisserschaft Mutkos an Vertuschung von Dopingfällen angedeutet.

jan/sid/dpa



insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Mike1108 18.07.2016
1. sonnenklar
Da gibt es wohl keine Alternative zu einem Komplettausschluss. Da ist zu viel Geld im Spiel, die Russen werden nicht die einzigen sein. Die Medien sollten die Berichterstattung minimieren und die Zuschauer wegschalten, aber man will ja betrogen sein......
febra 18.07.2016
2. Am besten
Wird sein, die Spiele komplett abzusagen. Wer soll da sauber sein?
jura12 18.07.2016
3. Konsequent
Der Ausschluss Russlands wäre nur konsequent, hier handelt es sich ja nicht um einzelne Dopingfälle, wie sie auch in anderen Ländern vorkommen, es geht vielmehr um ein vom Staat gefördertes und organisiertes Massendoping. Wer eine staatliche Antidoping-Aufsicht in eine Doping-Werkstatt umfunktioniert, der hat bei keinem sportlichen Wettbewerb etwas zu suchen. Ob Herr Bach aber den Mut zu einer konsequenten Entscheidung hat, muss bezweifelt werden. Dazu ist seine persönliche Nähe zu Putin zu groß. Er wird wohl vor dem Kremlherrscher kuschen. Dann aber gehört Herr Bach umgehend abgesetzt, da er dann auf ganzer Linie versagt hat.
mimas101 18.07.2016
4. tststs
Letzt war in der ARD ein Report das in der Savanne die Leute mit dem Schulbus fahren und Herren bei zwielichtigen Sportzentrum einkehren, obwohl es die Zentren offiziell nicht mehr gibt. WADA übernehmen sie... ;) Übrigens: Von Olympia guggt man eh nur die Eröffnungs- und die Schlußfeiern und dazwischen die Turmspringer. Bei den Feiern wird kein Sport betrieben und bei den Turmspringern erledigt die Schwerkraft leistungslos und spritzenfrei den Sport. Also ist da Doping überflüssig. RasenpflegerInnen, Tennisgeächze und Co gehören übrigens sowieso nicht in Olympia hinein.
onewayjan-004 18.07.2016
5. Warum erst jetzt?
Was wissen wir heute mehr was wir vor einem Jahr nicht wussten??? Und ist das alles nicht "sorgfaeltig" geplant so kurz vor dem Anfang der Spiele??
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.