Wimbledon 2017 Brown gegen Murray ohne Chance

Unterhaltsam, aber nicht erfolgreich: Dustin Brown musste sich in Wimbledon Vorjahressieger Andy Murray klar geschlagen geben. Auch zwei andere Deutsche verpassten Überraschungen gegen favorisierte Gegner.

Dustin Brown streckt sich nach einem Ball von Andy Murray
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Dustin Brown streckt sich nach einem Ball von Andy Murray


Titelverteidiger Andy Murray ist beim Wimbledon-Turnier 2017 in die dritte Runde eingezogen. Gegen Dustin Brown setzte sich die schottische Nummer eins der Welt 6:3, 6:2, 6:2 durch. Der Deutsche, der momentan als 97. der Weltrangliste geführt wird, konnte seinen Gegner vereinzelt mit mutigem Serve-and-Volley-Spiel unter Druck setzen. Je länger die Ballwechsel dauerten, desto häufiger entschied jedoch Murray die Punkte für sich.

Im einen weitestgehend ausgeglichenen ersten Satz ermöglichte Brown dem Briten beim Stand von 3:4 zuerst mit einem einfachen Vorhandschlag ins Netz die Chance zum Break. Anschließend produzierte er einen Doppelfehler und sorgte so für die Vorentscheidung im ersten Durchgang. Im zweiten Satz nahm Murray Brown das Aufschlagspiel zum 3:2 ab. Anschließend brachte der 30-Jährige, der als einer der besten Returnspieler auf der Tour gilt, seine Services problemlos durch. Insgesamt unterlief Murray im Verlauf des zweiten Satzes kein einziger vermeidbarer Fehler.

Im finalen Satz musste Brown dann bereits früh ein Break hinnehmen. Von etwaigen Verletzungsproblemen, von denen im Vorfeld die Rede gewesen war, war bei Murray nichts zu sehen. Der Einzel-Olympiasieger von 2012 und 2016 spielte seine Klasse konstant aus und beendete nach 96 Minuten mit seinem zweiten Matchball die Partie.

Aus der Riege der Top-Stars gab sich niemand Blöße. Mit Jo-Wilfried Tsonga siegte der Zwölfte der Setzliste in London gegen Simone Bolelli aus Italien 6:1, 7:5, 6:2. Noch mehr Mühe hatte Kei Nishikori. Gegen den Ukrainer Sergiy Stakhovsky gewann der US-Open-Finalist von 2014 6:4, 6:7 (7:9), 6:1, 7:6 (8:6) und zog in die dritte Runde ein. Der 15-malige Grand-Slam-Sieger Rafael Nadal steht nach seinem 6:4, 6:2, 7:5-Erfolg über Donald Young ebenfalls in der nächsten Runde.

Von den anfangs neun deutschen Männern sind mittlerweile nur noch zwei im Teilnehmerfeld vertreten. Denn auch Florian Mayer und Peter Gojowczyk haben in der zweiten Runde Überraschungen gegen gesetzte Gegner verpasst. Mayer verlor gegen den an Position sieben eingestuften Kroaten Marin Cilic 6:7 (2:7), 4:6, 5:7. Der US-Open-Sieger von 2014 schlug 31 Asse und gewann ohne größere Probleme in 2:12 Stunden. Zum Auftakt hatte Cilic bereits Philipp Kohlschreiber bezwungen. Gojowczyk musste sich hingegen am dritten Turniertag dem Spanier Roberto Bautista Agut 2:6, 1:6, 6:3, 3:6 geschlagen geben.

lst/dpa



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