Wimbledon 2017 Historische Siege für Zverev-Brüder, Kerber müht sich weiter

Als einzige deutsche Männer haben die Zverev-Brüder in Wimbledon die dritte Runde erreicht. Dabei gelang ihnen Historisches. Auch Angelique Kerber ist weiter, sie musste aber kämpfen.

Alexander Zverev
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Alexander Zverev


Die deutschen Tennisprofis Alexander und Mischa Zverev haben als erstes Bruderpaar seit 33 Jahren in Wimbledon die dritte Runde erreicht. Der an Nummer zehn gesetzte Alexander Zverev zeigte am Donnerstag im Duell mit dem US-Amerikaner Frances Tiafoe seine Klasse und gewann in 93 Minuten 6:3, 6:4, 6:3. Mischa Zverev quälte sich über fünf Sätze zu einem 6:1, 6:2, 2:6, 3:6, 6:4 gegen den Kasachen Michail Kukuschkin.

Der 29-jährige Mischa Zverev trifft nun auf den siebenmaligen Wimbledon-Champion Roger Federer, der 20-jährige Alexander spielt im Kampf um sein erstes Achtelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier gegen den österreichischen Qualifikanten Sebastian Ofner. Der 21-Jährige, Nummer 215 der Welt, gewann sensationell in fünf Sätzen gegen den an 17 gesetzten Jack Sock aus den USA.

Die Zverevs stehen als erstes Bruderpaar seit den Amerikanern Tom und Tim Gullikson im Jahr 1984 in der dritten Wimbledon-Runde. Der jüngere Zverev ließ Tiafoe im letzten Spiel des Tages keine Chance und dominierte die Partie vom ersten bis zum letzten Ballwechsel. Mit seinem zweiten Matchball machte er den Erfolg perfekt.

Deutlich schwerer tat sich sein älterer Bruder. Trotz einer 2:0-Satzführung musste er gegen die Nummer 118 der Tennis-Welt drei Stunden und vier Minuten lang kämpfen, ehe sein Erfolg feststand. Nach dem dritten Satz schulterte der Weltranglisten-30. erst einmal seine Tasche und verschwand für knapp zehn Minuten in der Kabine. Auch den vierten Durchgang sicherte sich Kukuschkin. Es ging in den entscheidenden fünften Satz, in dem sich beide Spieler behandeln ließen. Zunächst rief Zverev den Arzt wegen einer kleinen blutenden Wunde am kleinen Finger der rechten Hand und spielte anschließend mit Pflaster weiter. Als Zverev 2:0 führte, brauchte auch Kukuschkin plötzlich medizinische Betreuung und ein Tape am linken Handgelenk.

Ob nun Psychospielchen oder ernsthafte körperliche Beeinträchtigungen - das Spiel war nun ausgeglichen und absolut offen. Kukuschkin glich zum 2:2 aus, gab dann aber sein Aufschlagspiel zum 4:2 für Zverev ab. Mit 57 Minuten dauerte der fünfte Satz länger als die beiden ersten Durchgänge zusammen - doch nach mehr als drei Stunden zog Zverev zum zweiten Mal nach 2008 bei dem Rasen-Klassiker in Runde drei ein.

Kerber mit Mühe eine Runde weiter

Bei den Frauen rang die Weltranglistenerste Angelique Kerber die frühere Halbfinalistin Kirsten Flipkens 7:5, 7:5 nieder. "Es war ein Auf und Ab, aber ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich finde, ich habe heute einen guten Job gemacht", sagte Kerber. In der früheren Wimbledon-Halbfinalistin Kirsten Flipkens hatte sie die erwartet unbequeme und unangenehme Kontrahentin. Mit ihren permanenten Slice-Bällen und regelmäßig eingestreuten Lobs nervte die 31 Jahre alte Belgierin ihre Kontrahentin immer wieder. "Es ist wirklich schwer gegen eine Spielerin wie sie", sagte Kerber.

Als Kerber im ersten Satz ein Break zum 2:4 kassierte, schüttelte sie frustriert den Kopf. Beim Aufschlagverlust zum 3:5 knallte sie wütend den Schläger auf den Rasen. Doch diesmal haderte die 29-Jährige nicht mit sich, sondern kämpfte sich zurück in die Partie und zeigte eine insgesamt gute Leistung auf Court 1. Nach 105 Minuten verwandelte sie ihren ersten Matchball. "Ich habe gespürt, dass ich besser in den Rhythmus komme. Am Ende war es ein richtig gutes Match von uns beiden", sagte Kerber.

Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale bekommt es die Linkshänderin am Samstag mit Shelby Rogers aus den USA zu tun.

Tatjana Maria ist dagegen nicht mehr dabei, sie verlor gegen Coco Vandeweghe (USA) 4:6, 2:6. Auch die Weltranglistendritte Karolina Pliskova scheiterte früh. Die Tschechin, die das Vorbereitungsturnier in Eastbourne gewonnen hatte und als Mitfavoritin auf den Titel an der Londoner Church Road galt, unterlag der Slowakin Magdalena Rybarikova 6:3, 5:7, 2:6. Rybarikova hatte vor Wimbledon zwei Turniere auf Rasen gewonnen und gilt nun als Geheimfavoritin.

max/dpa/sid



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kopi4 07.07.2017
1.
" Er muß mal bei einem Grand Slam in die zweite Woche kommen" war, bei Zverevs Erfolgen der letzten Zeit, immer der Punkt den Experten als nächsten Schritt anführten. Gegen den Qualifikanten aus Österreich sollte das Achtelfinale und damit die zweite Woche machbar sein.
peterpretscher 07.07.2017
2. Kerber:"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung"
Wirklich? Gegen die Nr. 118 in der Weltrangliste mit 7:5, 7:5 zu gewinnen ist schwach! Damit wird Sie nicht weit kommen in Wimbledon! Da kann auch der Boris nicht helfen!
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