Wimbledon 2019 Titelverteidigerin Kerber weiter, Williams gewinnt mit Mühe

Angelique Kerber hat das deutsche Erstrundenduell in Wimbledon gewonnen. Nach dem Sieg gegen Tatjana Maria drohen der Titelverteidigerin schwere Gegnerinnen. Denn auch Serena Williams ist weiter.

Angelique Kerber steht in der 2. Runde von Wimbledon
Carl Recine / REUTERS

Angelique Kerber steht in der 2. Runde von Wimbledon


Angelique Kerber ist als erste deutsche Spielerin in diesem Jahr in die zweite Runde von Wimbledon eingezogen. Die Titelverteidigerin besiegte Außenseiterin Tatjana Maria im deutschen Duell 6:4, 6:3. Kerber spielte vielseitiger als die auf Slicebälle fokussierte Maria und holte insgesamt sechs Breaks. Doch auch Maria hatte ihrer Gegnerin vier Aufschlagspiele abgenommen.

"Sie war eine schwierige Gegnerin heute. Ich habe versucht, mein Spiel zu finden und das Match zu genießen", sagte Kerber: "Es war schön, auf den Centre Court zurückzukehren."

Maria hatte Kerber von Beginn an mit ihrer unorthodoxen Spielweise einige Probleme bereitet. Die 31-Jährige schlug die Bälle fast ausschließlich mit viel Unterschnitt. So nahm sie der Favoritin im ersten Satz gleich zweimal den Aufschlag ab. Im entscheidenden Moment bewies Kerber jedoch Nervenstärke. Gleiches galt letztlich auch für den zweiten Satz.

Williams und Barty gewinnen auch

Am Donnerstag trifft Kerber nun auf die US-Amerikanerin Lauren Davis, die als Lucky Loserin der Qualifikation ins Hauptfeld gerutscht war. Bereits im Achtelfinale droht Kerber dann die Neuauflage des Vorjahres-Endspiels gegen US-Superstar Serena Williams und eine Runde später ein Duell mit der French-Open-Siegerin Ashleigh Barty.

Serena Williams steht in der 2. Runde
Glyn Kirk / AFP

Serena Williams steht in der 2. Runde

Barty gewann ihr Erstrundenspiel souverän 6:4, 6:2 gegen die Chinesin Saisai Zheng. Auch Williams, die in Wimbledon nach einem Jahrhundertrekord strebt, gab sich keine Blöße: Die 37-Jährige gewann trotz einiger Mühen im zweiten Satz gegen die italienische Qualifikantin Giulia Gatto-Monticone 6:2, 7:5. ausgeschieden ist die frühere Titelträgerin Maria Scharapowa. Sie musste gegen die Französin Pauline Parmentier beim Stand von 6:4, 6:7 (4:7), 0:5 wegen Schmerzen im rechten Arm aufgeben.

Siegemund weiter, Petkovic raus

Kerbers Erfolg war der erste deutsche Sieg in diesem Jahr in Wimbledon. Kurz nach ihr zog auch Laura Siegemund durch ein 6:2, 6:4 gegen die Britin Katie Swan in die nächste Runde ein. Julia Görges folgte den beiden in die zweite Runde: Sie setzte sich gegen die rumänische Qualifikantin Elena-Gabriela Ruse mit 7:5, 6:1 durch. Görges' nächste Gegnerin ist am Donnerstag Warwara Flink aus Russland.

Andrea Petkovic hatte zu Beginn des Tages ihr Auftaktmatch gegen die Rumänin Monica Niculescu 6:2, 2:6, 5:7 verloren und damit die Pleitenserie vom Vortag fortgesetzt. Da waren alle sieben angetretenen deutschen Frauen und Männer, darunter überraschend auch Topspieler Alexander Zverev, an ihrer Auftakthürde gescheitert.

ptz/sid



insgesamt 3 Beiträge
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jean-baptiste-perrier 02.07.2019
1. Eine Verschwendung an Talent!
Kompliment an Tatjana Maria! Ein Erstrunden-Match auf einem Niveau, dass man häufig in Achtelfinalen oder sogar Viertelfinalen bei den Damen vermisst. Die Auslosung ist dieses Jahr wirklich grausam mit diesem Quarter of Death. Tatjana Maria wäre mit ihren tricky Slices hier auch für letzte 32 oder sogar letzte 16 gut, wenn sie alles abrufen kann. Erste Runde gegen Kerber war maximales Lospech.
uli_san 02.07.2019
2. Seltsames Spiel...
...der Titelverteidigerin. Super Returns auf der einen Seite und absolute Anfängerfehler gleich im Anschluss. Kerber bekommt keine Beständigkeit in ihr Spiel. Aber die erste Runde ist überstanden, scheint ja schwierig für die Favoriten dieses Jahr.
quincy1964 03.07.2019
3. Rainer Schüttler
Wieso dieser Trainer? Warum verbessert kein Trainer bis dato Kerbers Aufschlag? Der 2. Aufschlag ist eine Katastrophe, Spielerinnen mit einem starken Return haben sofort einen Winnerschlag! Williams, Barthy....usw. Warum spielt Kerber jeden Punkt endlos aus? Kerber lebt vom Tempo der Schläge der Gegenerinnen, trotzdem Energie sparen und Ballwechsel möglichst verkürzen.
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