Tennis-Pleitenserie Struff als letzter Deutscher in Wimbledon raus

Erst verlor Julia Görges, nun auch Jan-Lennard Struff: Das Achtelfinale in Wimbledon findet ohne deutsche Beteiligung statt. Struffs Partie wurde lange durch einen medizinischen Notfall unterbrochen.

Wie im Vorjahr scheiterte Jan-Lennard Struff in Wimbledon in Runde drei
NIC BOTHMA/EPA-EFE/REX

Wie im Vorjahr scheiterte Jan-Lennard Struff in Wimbledon in Runde drei


Jan-Lennard Struff ist nach der Niederlage von Julia Görges gegen Serena Williams am Nachmittag als letzter deutscher Einzel-Teilnehmer in Wimbledon in der dritten Runde ausgeschieden. Der 29-Jährige unterlag dem Kasachen Michail Kukuschkin 3:6, 6:7 (5:7), 6:4, 5:7 und verpasste seinen zweiten Achtelfinal-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier nach den French Open einen Monat zuvor.

Bereits im ersten Satz hatte Struff gegen Kukuschkin einen frühen Break kassiert. Dieser ging dann auch deutlich verloren. Obwohl er es im zweiten Satz in den Tiebreak schaffte, gab er auch diesen durch zu viele Fehler ab. Den dritten Satz konnte Struff gewinnen.

Im vierten Satz wurde die Partie beim Stand von 2:2 unterbrochen. Im Zuschauerbereich hatte sich ein medizinischer Notfall ereignet, die Anlage wurde zwischenzeitlich geräumt. Als es nach rund 70 Minuten weiterging, fand Kukuschkin besser zurück in die Partie und gewann fünf der acht weiteren Spiele, weil Struff zu viele Breakchancen ungenutzt ließ.

Für den Deutschen war es das erste Mal in seiner Karriere, dass er bei einem Grand Slam gesetzt war. Struff hatte in den Runden zuvor Radu Albot aus Moldawien und Taylor Fritz aus den USA besiegt. Wie im Vorjahr, als er Roger Federer unterlag, scheiterte er in der dritten Runde.

tip/sid



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jean-baptiste-perrier 07.07.2019
1. Schade - Struff nicht wie zuletzt gewohnt!
Ein paar Zahlen: Kukuschkin 70 Prozent erste Aufschläge, Breakbälle 3 von 13. Struff nur 56 Prozent erste Aufschläge, Breakbälle 2 von 15! Da halfen dann auch keine 26 Asse denen jedoch 7 Doppelfehler gegenüber standen. Struff insgesamt mit viel zu vielen Unforced Errors. Besonders bei seinen zahlreichen Breakchancen hatte er keinen Touch - es war zum Haareraufen. Dennoch lag Struff im vierten Satz irgendwie sogar mit Break 4:2 vorne nach der über einstündigen Unterbrechung. Doch dann häuften sich wieder die Unforced Errors. Ein Struff nur halbwegs in Normalform hätte Kukuschkin in drei Sätzen vom Platz geschossen. Achtelfinale wäre satt drin gewesen. Ausgerechnet in Wimbledon hat er so einen schwachen Tag, nachdem er zuletzt sehr an Konstanz gewonnen hatte. Sehr schade! Aber es passt in das diesjährige Gesamt-Fiasko der Deutschen. Was schief gehen konnte, ist auch schiefgegangen. Vieles selbstverschuldet. Bei anderen kam Los-Pech dazu (Siegemund und Görges). Fiebern wir halt bei den anderen Matches mit. Federer gegen Nadal im Halbfinale ist nicht mehr weit. Das könnte bitter für Roger werden, denn Nadal brettert hier durchs Turnier wie zuletzt in Paris.
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