Doppelfinale in Wimbledon Kolumbianer gewinnen Fünf-Stunden-Krimi

2010 verlor er das längste Tennisspiel der Geschichte. Neun Jahre später stand Nicolas Mahut wieder in einem Marathon-Match auf dem Court - und wurde im Doppelfinale von Juan Sebastián Cabal und Robert Farah besiegt.

Juan Sebastián Cabal und Robert Farah jubeln, Nicolas Mahut und Édouard Roger-Vasselin trösten sich
Ben Curtis/AP

Juan Sebastián Cabal und Robert Farah jubeln, Nicolas Mahut und Édouard Roger-Vasselin trösten sich


Juan Sebastián Cabal und Robert Farah haben als erste Kolumbianer die Doppelkonkurrenz bei einem Grand-Slam-Turnier gewonnen. Sie besiegten auf dem Centre Court von Wimbledon die beiden Franzosen Nicolas Mahut und Édouard Roger-Vasselin 6:7, 7:6, 7:6, 6:7 und 6:3. Das Match dauerte vier Stunden und 56 Minuten.

Erst nach mehr als dreieinhalb Stunden sahen die Zuschauer auf dem Centre Court das erste Break der Begegnung. Die ersten vier Sätze dauerten über vier Stunden und wurden alle erst im Tiebreak entschieden. Dann wurde das Dach des Centre Court geschlossen und die Beleuchtung eingeschaltet. Für den 33 Jahre alten Cabal war es der zweite Grand-Slam-Titel - 2017 hatte er mit Abigail Spears die Mixed-Konkurrenz der Australian Open gewonnen.

Für Mahut war es nicht die erste Enttäuschung nach einem Marathon-Match in Wimbledon. 2010 war er am längsten Tennismatch der Geschichte beteiligt, als er in elf Stunden und drei Minuten gegen John Isner verlor. Damals endete der fünfte Satz 70:68 für den Amerikaner.

Im Doppel konnte Mahut allerdings alle vier Grand-Slam-Titel schon einmal gewinnen - mit seinem langjährigen Partner Pierre-Hugues Herbert. Der spielte diesmal in Wimbledon mit Andy Murray zusammen - und scheiterte bereits in Runde zwei.

rae/AP



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