Wimbledon Nadal bezwingt seinen Rivalen Kyrgios - und lobt ihn danach

Rafael Nadal hat das Duell mit seinem persönlichen Rivalen Nick Kyrgios gewonnen und sich damit für das Wimbledon-Aus 2014 revanchiert. Nach einem intensiven Match gab es vom Spanier sogar ein Kompliment.

Rafael Nadal
AFP

Rafael Nadal


French-Open-Sieger Rafael Nadal hat in Wimbledon das mit Spannung erwartete Zweitrunden-Duell mit Nick Kyrgios überstanden. Der an Nummer drei gesetzte Spanier bezwang den als Provokateur bekannten Australier, mit dem Nadal eine persönliche Fehde verbindet, in einem umkämpften Match 6:3, 3:6, 7:6 (7:5), 7:6 (7:3). Nächster Gegner für Nadal ist nun der Franzose Jo-Wilfried Tsonga.

"Er ist einer der schwierigsten Gegner, gegen die man spielen kann", sagte Nadal nach der Partie über Kyrgios, "es war ein hartes Spiel." Zwar sei es manchmal nicht einfach zu ertragen, wie Kyrgios auf dem Feld auftrete, aber dann sprach Nadal sogar ein großes Kompliment aus: "Er hat das Potenzial, einen Grand Slam zu gewinnen", sagte er.

Der 18-malige Major-Sieger hatte zuvor in sechs Duellen mit Kyrgios bereits drei Niederlagen kassiert, eine unter anderem 2014 im Achtelfinale von Wimbledon. Zuletzt verlor er im Frühjahr beim ATP-Turnier in Acapulco, anschließend kritisierte er Kyrgios für dessen Verhalten auf dem Tennisplatz.

Der 24-Jährige fiel bereits mehrfach durch rüpelhaftes Benehmen während Matches negativ auf. Zusätzlich missfallen Nadal auch seine gelegentlichen Aufschläge von unten. Der spanische Weltranglistenzweite empfindet diese Service-Variante als respektlos.

Diesmal hielt sich Kyrgios mit Provokationen zurück und trug mit einem starken Auftritt seinen Teil dazu bei, dass es ein hervorragendes Tennisspiel wurde. "Es fühlte sich an wie das Finale", sagte Nadal.

Kyrgios war zufrieden mit seinem Spiel, stellte aber auch klar, dass er sich in Zukunft nicht ändern wolle: "Am Ende des Tages ist es Tennis", sagte der Australier. "Ist es wirklich so wichtig? Für mich nicht. Ich bin sicher nicht der professionellste Spieler, aber ich werde nicht Tag ein Tag aus trainieren."

mey/sid



insgesamt 3 Beiträge
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paleki79 04.07.2019
1. Der McEnroe des 21. Jahrhunderts...
Ich habe das Match komplett gesehen. Teilweise hochklassiges Tennis, von der Spannung her phasenweise ein echter Nägelschredder, vor allem für mich, da ich Kyrgios nicht leiden kann. Der Typ ist einfach unmöglich. Ungehobelt, respektlos, uneinsichtig. Aber zweifellos ein gefährlicher Gegner! Nadal war die Anspannung extrem anzumerken. Das Match hätte auch anders ausgehen können. Gut gemacht, Rafa! Nick, geh' Koalas streicheln. Vielleicht hilft's ja...
biglewbowski 04.07.2019
2. Zum Glück haben wir Kyrgios
Sonst würden ich regelmäßig einpennen bei all den medienmäßig glattgelutschten Spielern. McEnroe, Becker, Connors, das waren Entertainer mit perfektem Tennis. Das perfekte Tennis ist heute noch zu finden....
jean-baptiste-perrier 05.07.2019
3. Hinkender Vergleich!
Kyrgios als McEnroe des 21. Jahrhunderts zu bezeichnen, ist an Ahnungslosigkeit nicht zu überbieten. Kyrgios war am Abend vor seinem Match gegen Nadal im Pub! Das sagt doch alles über ihn. Vor allem die aberwitzige Behauptung von Kyrgios, dass ihm Tennis angeblich nicht so wichtig ist, grenzt an Münchhausen. Wenn es ihm angeblich nicht so wichtig ist, wieso rastet er dann regelmäßig auf dem Platz so aus, statt seine Niederlagen entspannt hinzunehmen? Kyrgios ist ein selbstverlogener Schaumschläger der sein Talent seit Jahren verschleudert. Er will den Eindruck erwecken als würde ihm das ganze Spaß machen. Seine Ausraster beweisen jedoch, dass er eigentlich exttem darunter leidet. Er ist bloß zu feige dies zuzugeben. Stattdessen gibt er den Clown der nichts ernst nimmt. McEnroe und Connors waren sehr streitbare Charaktere. Sie waren aber auch harte Arbeiter. McEnroes 7 und Connors 8 Grand Slam Turnier Siege haben die beiden nicht in der Lotterie oder im Pub gewonnen. Die haben sie sich erkämpft. Kyrgios hat zum Glück für ihn soviel Talent, dass er trotz seiner Selbstsabotage ganz gut Geld mit Tennis verdienen kann. Ein Talent das bei vernünftiger Einstellung für etliche Grand Slam Turnier Siege reichen würde. Doch Kyrgios macht sich lieber zum Affen.
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