Wimbledon Mitfavorit Thiem scheidet aus, Nadal trifft auf Kyrgios

In Wimbledon ist mit Dominic Thiem der nächste Mitfavorit schon in der ersten Runde gescheitert. French-Open-Sieger Rafael Nadal trifft nach seinem Sieg auf Nick Kyrgios, einen möglichen Angstgegner.

Dominic Thiem schied in der ersten Runde aus
Toby Melville / REUTERS

Dominic Thiem schied in der ersten Runde aus


Nach Alexander Zverev und Stefanos Tsitsipas ist am Dienstag der dritte Top-Ten-Spieler in Wimbledon ausgeschieden: Der Österreicher Dominic Thiem verlor in der ersten Runde überraschend 7:6 (7:4), 6:7 (1:7), 3:6, 0:6 gegen den US-Amerikaner Sam Querrey.

Thiem, in Wimbledon auf Platz fünf gesetzt, konnte sein gefährliches Topspinspiel nicht auf den Rasen bringen. Querrey gewann 90 Prozent seiner ersten Aufschläge und schlug 22 Asse. Nach den umkämpften ersten beiden Sätzen holte der Amerikaner im dritten Satz ein spätes Break und gewann den Durchgang. Im vierten Satz gewann Thiem kein einziges Spiel mehr.

"Ich weiß, dass Rasen nicht sein Lieblingsbelag ist, aber er ist immer noch ein großartiger Spieler, der vor ein paar Wochen noch das Finale der French Open erreicht hat. Ich hatte das Gefühl, dass der Druck auf ihm lastet", sagte Querrey, der als nächstes auf Christian Garín oder Andrej Rubljow treffen wird.

Federer wackelt nur kurz

Nach dem ersten Erstrunden-Satzverlust seit neun Jahren hat Roger Federer in Wimbledon doch noch souverän die zweite Runde erreicht. Der Schweizer siegte gegen den Südafrikaner Lloyd Harris 3:6, 6:1, 6:2, 6:2. Letztmals hatte der achtmalige Wimbledonsieger 2010 zum Auftakt gegen den Kolumbianer Alejandro Falla sogar zwei Sätze abgeben. In der zweiten Runde trifft Federer auf Qualifikant Noah Rubin aus den USA oder den Briten Jay Clarke, der sich durch eine Wildcard für das Turnier qualifiziert hatte.

Rafael Nadal gewann gegen den japanischen Qualifikanten Yuichi Sugita 6:3, 6:1, 6:3. In Runde zwei bekommt es der French-Open-Sieger nun mit Nick Kyrgios zu tun. Der Australier gewann 7:6, 3:6, 7:6, 0:6, 6:1 gegen seinen Landsmann Jordan Thompson. Nadal hat gegen Kyrgios drei von sechs Duellen verloren, zuletzt im Frühjahr in Acapulco. Kyrgios sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Aufreger. So provozierte er Ende März in Miami einen Zuschauerausschluss.

Als erster Deutscher zog Dominik Köpfer in die zweite Runde von Wimbledon eingezogen. Der 25-Jährige setzte sich 6:3, 4:6, 7:6 (11:9), 6:1 gegen den Serben Filip Krajinovic durch. Nächster Gegner für Köpfer ist nun der Argentinier Diego Schwartzman oder Matthew Ebden aus Australien.

Zuvor waren Philipp Kohlschreiber, Mischa Zverev, Peter Gojowczyk, Cedrik-Marcel Stebe und überraschend auch Alexander Zverev bei dem Grand-Slam-Turnier in London am Montag ausgeschieden. Köpfer hatte eine Wildcard für Wimbledon erhalten, weil er das Challenger-Turnier im britischen Ilkley gewonnen hatte.

Kurz nach Köpfer gewann auch Jan-Lennard Struff sein Auftaktspiel. 6:4, 6:3, 6:2 besiegte er den Moldauer Radu Albot. Struff bekommt es mit Taylor Fritz oder dem ehemaligen Wimbledon-Finalisten Tomas Berdych zu tun.

ptz/Reuters/sid



insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
pjotrmorgen 03.07.2019
1. Bei allem Respekt
Thiem wird noch einige Zeit nicht als Mitfavorit in Wimbledon gelten können. Dafür gibt es andere, die eher mit dem Belag zurecht kommen. Selbst der sonst mittelmässige Kanadier Raonic und US-Isner dürften aufgrund der Aufschlagsstärke derzeit eher Favoriten als Thiem sein. Trotzdem kommt Thiems frühes Aus überraschend, da er doch sehr viel konstanter als momentan Zverev wirkt und zumindest das Achtelfinale im Plan gewesen wäre. Thiem wird neben den French Open eher die US und AUS Open gewinnen als Wimbledon, doch auch im Tennis regiert manchmal der glückliche Zufall und vielleicht trifft der ja auch den Niederösterreicher einmal. Immerhin ist er der erste Österreicher, der jemals ein Turnier auf Rasen gewann.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.