Wimbledon Murray und Djokovic scheitern im Viertelfinale

Gleich zwei Favoriten sind raus: Der topgesetzte Andy Murray unterlag im Viertelfinale von Wimbledon überraschend Sam Querrey. Auch Novak Djokovic schied aus, der Serbe musste verletzungsbedingt aufgeben.

Andy Murray
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Andy Murray


Andy Murray muss seinen Traum von einer Titelverteidigung in Wimbledon begraben: Der 30 Jahre alte Tennisprofi unterlag im Viertelfinale Sam Querrey 6:3, 4:6, 7:6 (7:4), 1:6, 1:6.

Im Anschluss an einen einseitigen Auftaktsatz kämpfte sich Querrey, der aktuell als Nummer 28 der Weltrangliste geführt wird, in die Partie. In seinem zehnten Wimbledon-Viertelfinale in Serie zeigte der topgesetzte Murray in der Folge einige Unkonzentriertheiten. In den entscheidenden Situationen des dritten Durchgangs behielt der zweifache Olympiasieger zwar noch die Nerven.

Im darauffolgenden Satz ließ Murray allerdings körperlich nach. Gleich dreimal konnte Querrey seinem Kontrahenten das Aufschlagspiel abnehmen. Im entscheidenden fünften Satz trat der US-amerikanische Außenseiter, der zuvor nur eines von sieben Duellen gegen Murray gewonnen hatte, weiter selbstbewusst auf. Nach 2:41 Stunden entschied er mit seinem 27. Ass die Partie für sich. In der Runde der letzten vier Spieler wird Querrey auf Marin Cilic treffen, der gegen den Nadal-Bezwinger Gilles Muller aus Luxemburg die Oberhand behielt.

Im dritten Viertelfinale des Tages musste Novak Djokovic verletzungsbedingt aufgeben. Der ehemalige Weltranglistenerste entschied sich beim Stand von 6:7 (2:7) und 0:2 zum Abbruch, der Tscheche Tomas Berdych profitierte davon. Halbfinalgegner des 31-Jährigen, der vom ehemaligen Spitzenspieler Goran Ivanisevic trainiert wird, wird am Freitag der siebenmalige Wimbledon-Sieger Roger Federer sein.

"Es ist nicht die Schulter, es ist der Ellenbogen, der mich schon seit anderthalb Jahren beschäftigt", erklärte Djokovic nach dem Match: "Ich habe alles versucht, aber leider war es heute am Schlimmsten. Das muss ich akzeptieren."

lst



insgesamt 4 Beiträge
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robb30 13.07.2017
1. Sehr schön...
3 von 4 sind raus. Sehr schön. So sehr ich Federers Spiel und menschliche Art mag, aber: Sport ist Wettkampf. Er hat genug gewonnen. Zeit für Veränderung. Zeit für Schluss. Ich wünsche ihm das Aus im Halbfinale. Dann haben im Finale "neue" Gesichter die Chance auf den Sieg. Sport lebt von Wettkampf, Vielfalt und Spannung. In diesem Sinne: Roger, danke für tolles Tennis und sehr geile Spiele. Und tschüss in den Ruhestand. Genieß ihn. Die Tennisbühne ist nicht deine alleinige Bühne. Zeit für Rücktritt. Zeit für Veränderung.
kuhndi 13.07.2017
2. Er hat genug gewonnen?
ziemlich doofer Kommentar!
Celegorm 13.07.2017
3.
Zitat von robb303 von 4 sind raus. Sehr schön. So sehr ich Federers Spiel und menschliche Art mag, aber: Sport ist Wettkampf. Er hat genug gewonnen. Zeit für Veränderung. Zeit für Schluss. Ich wünsche ihm das Aus im Halbfinale. Dann haben im Finale "neue" Gesichter die Chance auf den Sieg. Sport lebt von Wettkampf, Vielfalt und Spannung. In diesem Sinne: Roger, danke für tolles Tennis und sehr geile Spiele. Und tschüss in den Ruhestand. Genieß ihn. Die Tennisbühne ist nicht deine alleinige Bühne. Zeit für Rücktritt. Zeit für Veränderung.
Erstens darf man erwarten, dass die Spieler eine Veränderung selber erzwingen und nicht einfach auf Rücktritte oder Verletzungen warten. Wenn die gleichen 4 seit bald 15 Jahren alles dominieren, dann liegt das nicht daran, dass diese nicht "aufhören können", sondern daran, dass alle anderen offensichtlich zu schlecht sind. Zweitens scheinen Sie auch sonst wenig Ahnung von Tennis zu haben, wenn Sie die jetzigen Halbfinalisten als "Veränderung" und "neue Gesichter" verkaufen wollen. Querrey ist seit 2006 auf der Tour, Cilic seit 2004 und Berdych gar seit 2003, gleich lange wie Djokovic und nur unwesentlich länger als Federer. Dass es diesen in all den Jahren mit Ausnahme von Cilic zu keinem grossen Titel reichte, liegt darum keineswegs daran, dass irgendwelche nimmersatten "Alten" ihnen vor der Sonne sassen, sondern am eigenen Unvermögen. Gerade Berdych stand bereits 6 mal im Halbfinal oder Final eines Grand Slam-Turniers, hat diese Möglichkeiten aber nie genutzt..
butch82 13.07.2017
4. Nein, nein, nein
Zitat von robb303 von 4 sind raus. Sehr schön. So sehr ich Federers Spiel und menschliche Art mag, aber: Sport ist Wettkampf. Er hat genug gewonnen. Zeit für Veränderung. Zeit für Schluss. Ich wünsche ihm das Aus im Halbfinale. Dann haben im Finale "neue" Gesichter die Chance auf den Sieg. Sport lebt von Wettkampf, Vielfalt und Spannung. In diesem Sinne: Roger, danke für tolles Tennis und sehr geile Spiele. Und tschüss in den Ruhestand. Genieß ihn. Die Tennisbühne ist nicht deine alleinige Bühne. Zeit für Rücktritt. Zeit für Veränderung.
gerade wenn man die Auftritte von Federer in Wimbledon dieses Jahr sieht, will ich zumindest, dass das nicht der letzte Auftritt von Federer bei Wimbledon war. Einfach eine Augenweide sein Spiel. Hoffentlich hält er noch bis 40 durch :-) Nach seinem Rücktritt wird es ein anderes Spiel sein, und das wäre schade.
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