Pleiten-Samstag Alle Deutschen in Wimbledon ausgeschieden

Dustin Brown, Sabine Lisicki, Angelique Kerber und Tatjana Maria: Nach nicht einmal einer Woche sind auch die letzten deutschen Starter in Wimbledon gescheitert. Vor allem Hoffnungsträgerin Lisicki enttäuschte.

Tennisprofi Brown: Viersatz-Niederlage gegen Viktor Troicki
AP/dpa

Tennisprofi Brown: Viersatz-Niederlage gegen Viktor Troicki


Am Donnerstag sorgte Dustin Brown für die bislang größte Überraschung beim Tennisturnier in Wimbledon, als er Rafael Nadal rauswarf - nun ist der Deutsch-Jamaikaner auch nicht mehr dabei. Er verlor sein Drittrundenmatch gegen den Serben Viktor Troicki 4:6, 6:7, 6:4, 3:6.

"Er hat großartig gespielt und vor allem großartig serviert. Wenn er vier Asse und einen Service-Winner im Tiebreak schlägt, kann ich halt nichts machen", sagte Brown: "Trotzdem bin ich glücklich mit meinem Turnier. Wenn mir jemand vor der Qualifikation gesagt hätte, dass ich ins Hauptfeld komme und da Rafa schlage, hätte ich das sofort unterschrieben."

Wenige Minuten nach Brown erwischte es auch Angelique Kerber. Sie verlor gegen die Spaniern Garbiñe Muguruza 6:7, 6:1, 2:6. Damit verpasste die 27-Jährige die Revanche für die Drittrunden-Niederlage gegen Muguruza bei den French Open.

"Klar habe ich erwartet, dass ich besser spiele, und ich bin auch enttäuscht. Ich habe natürlich gehofft, dass ich ein bisschen weiter komme", sagte Kerber. Nach ihr verlor auch Tatjana Maria ihr Match, sie unterlag Madison Keys aus den USA 4:6, 4:6.

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Wimbledon: Schwarzer deutscher Samstag
Blieb am Nachmittag noch Sabine Lisicki, die Wimbledon-Finalistin von 2013 und schon vor Turnierbeginn größte deutsche Hoffnung beim Turnier in London. Doch auch sie erwischte es an diesem Pleiten-Samstag der Deutschen. Lisicki verlor gegen Timea Bacsinszky aus der Schweiz 3:6, 2:6. Erstmals seit neun Jahren steht damit kein deutscher Spieler im Achtelfinale des bedeutendsten Tennisturniers der Welt.

Weiter dabei ist hingegen der siebenmalige Titelträger Roger Federer. Der Weltranglistenzweite aus der Schweiz gewann gegen den Australier Sam Groth 6:4, 6:4, 6:7 (5:7), 6:2. Federer trifft nun auf den Spanier Roberto Bautista Agut. Auch 2013-Turniersieger und Lokalmatador Andy Murray hat die nächste Runde erreicht. Der Schotte setzte sich im letzten Match des Tages auf dem Center Court gegen Andreas Seppi aus Italien 6:2, 6:2, 1:6, 6:1 durch. Bei den Frauen ist Titelverteidigerin Petra Kvitova ausgeschieden. Die Tschechin verlor gegen Jelena Jankovic aus Serbien 6:3, 5:7, 4:6.

ham/sid/dpa



insgesamt 29 Beiträge
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Seite 1
jesse01 04.07.2015
1. war so was von klar !
war mir sonnenklar, dass brown in der nächsten runde scheitern würde. das sind alles nur one-hit-wonders, nichts besonderes. umso mehr ärgert es mich, dass mit nadal eines der zugpferde des turniers draußen ist. den wollen die leute sehen, nicht einen dustin brown. das ist meine meinung. da hätte dustin lieber gegen nadal verloren. das wäre für alle besser gewesen.
Poppele 04.07.2015
2. Lisicki?
Warum wird Lisicki immer hervorgehoben?! Petkovic und Kerber sind momentan weit erfolgreicher!
drhek 04.07.2015
3.
Was für ein komischer Kommentar, Jesse. Vielleicht sollte man dann überhaupt nur die fünf besten der Weltrangliste gegeneinander antreten lassen, da spart man sich diese unangenehmen Überraschungen wie das Ausscheiden von Nadsl :-))
paddi78 04.07.2015
4. und täglich grüßt das murmeltier
wieder hat es kein deutscher tennis profi in die zweite woche geschafft. bei den schwachen männern war das zu erwarten. die überschätzten damen sollten allerdings nur noch als Mittelmaß eingeschätzt werden!
nofreemen 04.07.2015
5. Lisiki unter Wert geschlagen
Lisiki spielt zur Zeit auf anderen Unterlagen besser. Und pocht darauf nicht verzichten zu wollen. Seriöse Vorbereitung sieht anders aus. Keine Vorbereitung auf Rasen vor Wimbledon ist ein "no go". Also Sabine, weniger pochen, dafür wieder Tennis spielen. Alles zu seiner Zeit und das müsste auch jeder Nichttennisspieler einsehen.
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