Wimbledon-Finale Serena Williams schlägt Schwester Venus

Niederlage für die Titelverteidigerin: Serena Williams hat das Wimbledon-Finale gegen ihre Schwester Venus für sich entschieden. Nach einem knappen ersten Satz demonstrierte die Herausforderin im zweiten Durchgang ihre Überlegenheit. Anschließend gewann das Duo das Doppel.


Hamburg - Serena Williams hat das Wimbledonfinale gegen ihre Schwester Venus gewonnen und zum dritten Mal nach 2002 und 2003 bei den All England Championships triumphiert. Die 27-Jährige setzte sich nach 1:26 Stunden Spielzeit 7:6 (7:3), 6:2 gegen ihre zwei Jahre ältere Schwester durch, die damit ihren dritten Wimbledon-Sieg in Folge verpasste.

Siegerin Williams: Dritter Titel in Wimbledon
dpa

Siegerin Williams: Dritter Titel in Wimbledon

Serena revanchierte sich gleichzeitig für die Niederlage im Endspiel vor einem Jahr. Es ist der elfte Grand-Slam-Titel ihrer Karriere. Sie triumphierte in diesem Jahr bereits bei den Australian Open in Melbourne. "Ich bin überglücklich und kann's noch gar nicht fassen", sagte die Siegerin.

Venus musste in ihrem achten Wimbledon-Finale ihre dritte Niederlage einstecken. Nur ihre Schwester konnte sie bislang in einem Endspiel in London schlagen. "Ich liebe sie - und wenn ich schon verlieren muss, dann gegen Serena", sagte die 29-Jährige, die in Wimbledon bislang fünfmal triumphieren konnte. In 21 Aufeinandertreffen der Schwestern konnte sich Serena elfmal durchsetzen, zehnmal gewann Venus.

Neben der Venus Rosewater Dish, der Wimbledon-Trophäe der Damen, nahm Serena für ihren Sieg auch ein Preisgeld von rund 995.000 Euro entgegen. Ihre Schwester bekommt rund 497.000 Euro. In der neuen Weltrangliste bleibt Serena auf Platz zwei vor Venus. Die Nummer eins ist weiterhin Dinara Safina, obwohl die Russin im Halbfinale am vergangenen Donnerstag 1:6, 0:6 gegen Venus die klarste Niederlage einer Weltranglisten-Ersten jemals hinnehmen musste. Gemeinsam siegten die Williams-Schwestern dann wie im Vorjahr im Doppel. Im Endspiel setzten sie sich 7:6 (7:4), 6:4 gegen Samantha Stosur und Rennae Stubbs (Australien) durch.

Nestor und Zimjonjic verteidigen Titel im Doppel

Daniel Nestor und Nenad Zimjonjic haben die Neuauflage des Doppelfinals von 2008 in Wimbledon gewonnen. Das kanadisch-serbische Duo setzte sich im Endspiel 7:6 (9:7), 6:7 (3:7), 7:6 (7:3), 6:3 gegen die amerikanischen Brüder Bob und Mike Bryan durch. Die beiden Weltranglistenersten standen bereits zum viertenmal in einem Endspiel an der Church Road, konnten aber lediglich 2006 gewinnen. Nestor und Zimonjic sind mit sechs Turniersiegen auch das erfolgreichste Doppel in diesem Jahr, schieden jedoch bei den Grand-Slams in Australien und Frankreich in der zweiten Runde beziehungsweise im Halbfinale aus.

Das Einzel-Finale der Herren bestreiten am morgigen Sonntag (15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) der Schweizer Roger Federer, der im Halbfinale Thomas Haas ausschaltete, und Andy Roddick. Der US-Amerikaner bezwang im Halbfinale den Schotten Andy Murray.

bka/sid/dpa



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