Wimbledon-Finale Halep besiegt Williams in nur 55 Minuten

Zweiter Sieg im elften Match für Simona Halep gegen Serena Williams - und was für einer: Im Finale von Wimbledon benötigte die Rumänin nicht einmal eine Stunde, um Williams zu besiegen.

Kaum zu glauben: Simona Halep hat Serena Williams im Finale von Wimbledon besiegt - und das in nur 55 Minuten.
(Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

Kaum zu glauben: Simona Halep hat Serena Williams im Finale von Wimbledon besiegt - und das in nur 55 Minuten.


Simona Halep hat zum ersten Mal in ihrer Karriere das Grand-Slam-Turnier von Wimbledon gewonnen. In einem erstaunlich einseitigen Finale von London gewann Halep gegen die favorisierte US-Amerikanerin Serena Williams in 55 Minuten 6:2, 6:2. Ein Traum-Auftakt, überragende Schnelligkeit, ein nahezu fehlerfreies Spiel und Präzision sicherten Halep den schnellen Triumph.

Für Halep ist es überhaupt erst der zweite Grand-Slam-Titel nach dem Gewinn der French Open 2018. Sie erhält dafür rund 2,6 Millionen Euro Preisgeld. "Das war das beste Match, das ich jemals gespielt habe", sagte Halep.

Williams hätte mit einem weiteren Finalsieg den Rekord von Margaret Court von 24 Grand-Slam-Siegen eingestellt, doch dieses Endspiel war nicht ihres. Stattdessen musste sie die dritte Finalniederlage nacheinander hinnehmen - und war dabei chancenlos. Damit konnte sich Williams auch nicht von Steffi Graf absetzen, die ebenfalls siebenmal in Wimbledon gewonnen hatte.

Satzgewinn für Halep nach 26 Minuten

Gleich zu Beginn unterliefen Williams ungewöhnlich viele Fehler, Halep führte nach elf Minuten bereits mit 4:0. Während Williams regelrecht geschockt wirkte, spielte Halep furios. Mit perfekter Länge in ihren Grundschlägen platzierte sie die Bälle abwechselnd in beide Ecken des Courts und brachte Williams dadurch in Bedrängnis. Zwar holte sich Williams anschließend das Spiel und gestaltete das Finale kurzzeitig etwas ausgeglichener, doch nach nur 26 Minuten ging Satz eins an die Rumänin.

Nach ihren ersten beiden Punktgewinnen im zweiten Durchgang sah es erneut kurz danach aus, als habe Williams nun zu ihrem Spiel gefunden. Doch Halep blieb unbeeindruckt. Ähnlich wie im Vorjahr Angelique Kerber verstand sie es hervorragend, das Tempo aus Williams' wütenden Angriffsschlägen aufzunehmen und geduldig auf die Fehler ihrer Gegnerin zu warten.

Beim Stand von 2:2 glückte Halep das nächste Break, wenig später baute sie mit einem weiteren ihre Führung erneut aus. Ein Vorhandfehler von Williams beendete schließlich nach nicht einmal einer Stunde das Finale. So kurz war ein Wimbledon-Finale zuletzt 2014, als die Tschechin Petra Kvitova 55 Minuten für ihren Erfolg gegen Eugenie Bouchard aus Kanada benötigt hatte.

tbe/sid/dpa



insgesamt 9 Beiträge
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jujo 13.07.2019
1. ...
Williams hat wohl noch die Kraft aber nicht mehr die Schnelligkeit. Eine Elfe war sie nie. "time to say good bye" um in die mehr als verdiente sportliche Rente zu gehen.
jesse01 13.07.2019
2. irre die halep. sie war überall ! verdienter Sieg !
grandioses Spiel von ihr .sie musste um ihr Leben rennen und sie ist heute um ihr Leben gerannt ! links, Recht, Mitte, halep war überall. Williams wusste nicht, wie ihr geschah.. Williams ohne ersten Kanonenaufschlag heute. und ohne diesen ist von der Spielerin Williams nicht viel übrig. erkennbar völlig unfit, übergewichtig, stand oft falsch am Ball, so dass es eigentlich ein Witz ist, dass sie mit diesen Voraussetzungen ins Finale gedonnert ist. anders kann man es nicht ausdrücken, bei ihren Muskelbergen. sorry, aber mit dieser Fitness hat Williams nichts m Profitennis verloren. nun drei Finals verloren, das wird sie nicht verdauen können. es fällt auf, dass nur schnelle, flinke Gegnerinnen wie Kerber und halep Williams schlagen können. je länger Williams arbeiten muss für den Punkt, umso schlechter stehen ihre Chancen. halep heute mit perfekten Mix aus Defensive und offensive. wirklich grandios? sie hatte ich in Wimbledon überhaupt nicht auf dem Zettel. Hut ab, Simona ! freue mich aufs finale morgen und hoffe auf Sieg des djoker.
mr.strahlemann 13.07.2019
3. Abwarten
Natürlich wird sie schon wieder angeschrieben. Doch gerade ein Herr Federer macht es vor. Wenn Williams ihre Fitness verbessert, kann sie definitiv nochmal einen GS holen. Die Frage ist nur, ob sie das Zeug dazu hat, nochmal so in sich zu investieren.
Ottokar 13.07.2019
4. Hört sie jetzt auf
an der Zeit wäre es.
petrapanther 13.07.2019
5.
Zitat von jesse01grandioses Spiel von ihr .sie musste um ihr Leben rennen und sie ist heute um ihr Leben gerannt ! links, Recht, Mitte, halep war überall. Williams wusste nicht, wie ihr geschah.. Williams ohne ersten Kanonenaufschlag heute. und ohne diesen ist von der Spielerin Williams nicht viel übrig. erkennbar völlig unfit, übergewichtig, stand oft falsch am Ball, so dass es eigentlich ein Witz ist, dass sie mit diesen Voraussetzungen ins Finale gedonnert ist. anders kann man es nicht ausdrücken, bei ihren Muskelbergen. sorry, aber mit dieser Fitness hat Williams nichts m Profitennis verloren. nun drei Finals verloren, das wird sie nicht verdauen können. es fällt auf, dass nur schnelle, flinke Gegnerinnen wie Kerber und halep Williams schlagen können. je länger Williams arbeiten muss für den Punkt, umso schlechter stehen ihre Chancen. halep heute mit perfekten Mix aus Defensive und offensive. wirklich grandios? sie hatte ich in Wimbledon überhaupt nicht auf dem Zettel. Hut ab, Simona ! freue mich aufs finale morgen und hoffe auf Sieg des djoker.
"mit dieser Fitness hat Williams nichts m (sic) Profitennis verloren" Aha. Und was ist mit den sechs Gegnerinnen, die Williams auf dem Weg ins Finale geschlagen hat? Haben die auch nichts im Profitennis verloren?
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