Wimbledon Haas-Gegner gibt nach Kollision mit Schiri-Stuhl auf

Pleite gegen den Angstgegner: Rainer Schüttler konnte auch in Wimbledon nicht gegen Dudi Sela gewinnen. Thomas Haas ist eine Runde weiter - Gegner Michael Llodra musste nach einem kuriosen Fehltritt aufgeben. Philipp Kohlschreiber trifft im nächsten Match auf Roger Federer.


Hamburg - Thomas Haas steht beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon in Runde drei. Der 31-Jährige profitierte im Match gegen Michael Llodra von der verletzungsbedingten Aufgabe des Franzosen. Llodra war beim Stand von 4:3 für Haas nach einem Stoppball gegen den Schiedsrichter-Stuhl gerannt und hatte sich dabei verletzt. Haas trifft nun auf Sam Querrey aus den USA oder den Kroaten Marin Cilic.

Unglücksrabe Llodra: Kollision mit Schiedsrichterstuhl und Ballmädchen
AFP

Unglücksrabe Llodra: Kollision mit Schiedsrichterstuhl und Ballmädchen

Rainer Schüttler musste eine erneute Niederlage hinnehmen. Gegen Dudi Sela aus Israel unterlag Schüttler 6:7 (3:7), 3:6, 2:6. Schon zum dritten Mal verlor der 33-Jährige gegen den neun Jahre jüngeren Israeli, unter anderem im Januar in der ersten Runde der Australian Open. "Heute war definitiv nicht mein Tag. Aber ich muss auch neidlos akzeptieren, dass Dudi nach dem ersten Satz einfach der Bessere war", sagte Schüttler nach dem Match, in dem ihm sieben Doppelfehler und 41 sogenannte leichte Fehler unterliefen und er frühe Breaks in allen drei Sätzen hinnehmen musste.

Ein hartes Stück Arbeit und einige Nerven kostete den an Nummer 27 gesetzten Philipp Kohlschreiber die Partie gegen Ivo Minar. Am Ende siegt der Deutsche 6:4, 3:6, 4:6, 6:2, 8:6 und trifft nun auf Top-Favorit Roger Federer. Am Freitag steigt damit die Revanche für die Finalniederlage im vorigen Jahr in Halle. Der fünfmalige Wimbledon-Sieger Federer setzte sich locker 6:2, 6:2, 6:4 gehen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez durch.

Ausgeschieden ist Maria Scharapowa. Die Wimbledon-Siegerin von 2004 unterlag auf dem Centre Court Gisela Dulko aus Argentinien 2:6, 6:3, 4:6. Auch im Vorjahr war die 22-jährige Russin in Runde zwei ausgeschieden und danach zehn Monate verletzt gewesen.

Qualifikant Simon Greul schied in der zweiten Runde 5:7, 1:6, 4:6 gegen den favorisierten Serben Novak Djokovic aus. Der 28-Jährige startete gut in die Partie und nahm dem Weltranglisten-Vierten sogar gleich den Aufschlag ab. Doch am Ende blieb dem 102 Plätze schlechter eingestuften Greul nur die Freude über das erste gewonnene Grand-Slam-Match. Nach fünf Erstrundenpleiten hatte er im Qualifikanten-Duell den Amerikaner Michael Yani geschlagen.

Bei Wetten auf ein Match des Österreichers Jürgen Melzer soll es in Wimbledon zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Der Londoner Online-Buchmacher Betfair hat nach eigenen Angaben die Organisatoren der All England Championships über das ungewöhnliche Wettverhalten bei dem Erstrundenspiel informiert, das Melzer 6:1, 6:4, 6:2 gegen Wayne Odesnik aus den USA gewonnen hat.

Der Anstieg der Wetteinsätze auf die Nummer 26 der Weltrangliste sei "ziemlich offensichtlich" gewesen, hieß es. Die Quoten hätten sich während des Spiels sehr rasch verändert. Die Wettaufsicht solle nun prüfen, ob es sich um einen Manipulationsversuch gehandelt habe oder ob der Spieler wegen einer vorherigen Verletzung einfach unterbewertet gewesen sei. Melzer trifft am Donnerstag in der zweiten Runde auf den Deutschen Benjamin Becker.

jok/sid/dpa



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