Wimbledon Petkovic souverän, Görges und Lisicki im Eiltempo

Andrea Petkovic hat durch ihren Sieg gegen die Kanadierin Stephanie Dubois in Wimbledon die dritte Runde erreicht. Ebenfalls weiter sind Julia Görges und Sabine Lisicki, die ihre Spiele im Eiltempo für sich entschieden. Wesentlich schwerer tat sich Venus Williams gegen eine 40-Jährige.

Andrea Petkovic: Dreisatzsieg in der zweiten Runde
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Andrea Petkovic: Dreisatzsieg in der zweiten Runde


Hamburg - Regen, Regen und noch mehr Regen: In Wimbledon mussten sich die Spieler mal wieder den Londoner Wetterkapriolen unterordnen. Kein Problem damit hatte Andrea Petkovic. Sie steht bei den 125. All England Championships in der dritten Runde. Die 23-Jährige besiegte Stephanie Dubois aus Kanada 6:3, 4:6, 6:3.

Die Nummer 13 der Weltrangliste benötigte 2:04 Stunden, um Dubois zu bezwingen. Zunächst schien Petkovic das Match schnell für sich entscheiden zu können. Im zweiten Satz leistete sie sich allerdings einen Durchhänger, verlor bei eigenem Aufschlag das siebte Spiel. Den dritten Satz dominierte die deutsche Nummer eins wieder und verwandelte schließlich ihren ersten Matchball. Ihre nächste Gegnerin ist nun Xenia Perwak aus Russland.

Außer Petkovic sind von den 19 gestarteten deutschen Tennis-Profis nur noch Julia Görges, Sabine Lisicki und Florian Mayer im Turnier. Sie haben allerdings bislang nur ihre Erstrunden-Matches gewonnen.

Görges setzte sich 6:3, 6:0 gegen die Spanierin Anabel Medina Garrigues durch. Nächste Gegnerin der 22-Jährigen ist die Französin Mathilde Johansson. Birmingham-Siegerin Lisicki war beim 6:1, 6:1 über die Lettin Anastasija Sewastowa sogar noch 22 Minuten schneller. "Sabine war unglaublich souverän", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner.

Nach dreieinhalbstündiger Regen-Pause betrat Görges Nebenplatz fünf - und diktierte mit starken Vorhandschlägen von Beginn an das Geschehen. Nach einem frühen Break zum 4:2 hatte Görges den Widerstand ihrer Kontrahentin bereits gebrochen. Danach gewann sie sieben Spiele in Serie und machte damit den klaren Erstrunden-Erfolg perfekt.

Auch ein Tape-Verband am linken Oberschenkel konnte Görges nicht beeinträchtigen. 23:2 direkte Punkten standen am Ende für sie zu Buche - besser geht es kaum. Nächste Gegnerin der Weltranglisten-16. ist die Französin Mathilde Johansson.

"Rumhängen, Musik hören, vielleicht sogar ein bisschen schlafen"

Fast noch furioser agierte die Berlinerin Lisicki, die nach nur 45 Minuten jubeln konnte. Starke Aufschläge, harte Grundlinienschläge - auf Rasen dürfte Lisicki auch für die chinesische French-Open-Siegerin Li Na in der zweiten Runde nur schwer zu schlagen sein. "Ich freue mich auf das Match", sagte Lisicki.

Vor ihren Gala-Auftritten hatten sich Görges und Lisicki stundenlang gedulden müssen. Die Plätze wurden abgedeckt, die Regenschirme ausgepackt, die Spielpläne durcheinandergewirbelt - an der Church Road goss es in Strömen. Bevor gespielt werden konnte, hatten Görges und ihre Fed-Cup-Kollegin die Zeit totgeschlagen. "In der Umkleide rumhängen, Musik hören, etwas essen, vielleicht sogar ein bisschen schlafen" - damit hätten die beiden die Wartezeit überbrückt, berichtete Rittner.

Nur auf dem überdachten Center Court konnte trotz Regens gespielt werden. Dort mühte sich die fünfmalige Turniersiegerin Venus Williams aus den USA zu einem 6:7 (6:8), 6:3, 8:6 über die 40-jährige Japanerin Kimiko Date-Krumm.

Für Tobias Kamke sind die 125. All England Championships indes vorbei. Der 25-Jährige verlor seine Zweitrunden-Partie gegen die britische Turnier-Hoffnung Andy Murray 3:6, 3:6, 5:7. Ebenfalls ausgeschieden sind Qualifikant Cedrik-Marcel Stebe und Kristina Barrois. Stebe unterlag dem Bulgaren Grigor Dimitrow in drei Sätzen, Barrois der Tschechin Petra Cetkovska 2:6, 7:5, 2:6.

Auch für Rainer Schüttler ist das Turnier beendet. Der 35-Jährige unterlag dem Spanier Feliciano Lopez 6:7 (3:7), 7:6 (7:3), 2:6, 2:6. Schüttler hatte in seinem Auftaktmatch den an Nummer 30 gesetzten Brasilianer Thomaz Bellucci in drei Sätzen bezwungen. Lopez hatte in der Runde zuvor in Michael Berrer einen weiteren deutschen Teilnehmer bezwungen.

luk/ulz/dpa/sid



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Seite 1
anselmi 19.06.2011
1. mal abwarten, dann wird man sehen
Das Finale von Eastbourne war ein Fingerzeig. Marion Bartoli ist dieses Jahr wieder richtig gut drauf, nachdem sie ein wenig abgespeckt hat. Sie stand in Wimbledon bereits einmal im Finale. Petra Kvitova muss auf Rasen niemanden fürchten. Letztes Jahr erreichte sie als krasse Auißenseiterin das Halbfinale. Dieses Jahr hat sie sich in der Weltspitze etabliert. Mental ist sie eine der Stärksten. Der Belag kommt ihrem Spiel entgegen. Daniela Hantuchova traue ich eine Überraschung zu. Sie zeigt sich derzeit in sehr guter Form.
Ion, 19.06.2011
2. ???
Mich interessiert die Frage, wo man Wimbledon im TV sehen kann?
Shiraz, 20.06.2011
3. ...
Zitat von sysopWimbledon, das prestigeträchtige Rasen-Turnier in London, beginnt. Wer wird in diesem Jahr den Pokal in die Luft stemmen?
Bei den Herren ist es übersichtlich: Entweder Federer, Nadal oder Djovovic. Bei den Damen gewinnen eigentlich immer die Williams-Schwestern, wenn sie halbwegs in Form sind. Dahinter kommen zehn oder zwölf, die fast gleichauf sind. Vielleicht gewinnt ja mal Stosur, ihr Tennis ist eigentlich am besten auf Rasen abgestimmt.
krafts 20.06.2011
4.
Zitat von sysopWimbledon, das prestigeträchtige Rasen-Turnier in London, beginnt. Wer wird in diesem Jahr den Pokal in die Luft stemmen?
Bei den Herren kann ich mir nichts anderes vorstellen, als dass einer der großen 4 (Nadal, Federer, Murray, Djokovic) den Titel gewinnt. Bei den Damen ist die Situation unübersichtlicher. Da könnte es eine Überraschung geben. Die Williams-Schwestern haben traditionell in Wimbledon gut abgeschnitten, haben aber wohl zu lange Verletzungspausen hinter sich.
thomarc 20.06.2011
5.
Zitat von IonMich interessiert die Frage, wo man Wimbledon im TV sehen kann?
Dieses Jahr (und in den folgenden) liegen die Exklusivrechte bei SKY, im Free TV wird es wohl noch nicht mal eine Zusammenfassung geben. Insofern wird die deutsche Öffentlichkeit das wichtigste Turnier der Welt weitgehend nicht mitbekommen.
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