Wimbledon Sampras gibt sich nicht geschlagen

Die überraschende Niederlage im Achtelfinale von Wimbledon gegen Roger Federer war für Titelverteidiger Pete Sampras ein Schock. Doch ans Aufgeben denkt der 29-Jährige noch lange nicht.


Pete Sampras: "Es ist so enttäuschend"
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Pete Sampras: "Es ist so enttäuschend"

London - Nach seiner ersten Fünf-Satz-Niederlage an der Church Road ging Sampras in die Offensive: "Okay, ich habe verloren. Aber warum sollte ich nicht noch einmal hier gewinnen können? Es gibt überhaupt keinen Grund dafür. Ich will hier noch viele Jahre antreten, weil es mir Spaß macht. Dafür spiele ich."

Dennoch war dem siebenfachen Wimbledon-Sieger, der mit seinem fünften Triumph in Folge zum Schweden Björn Borg aufgeschlossen hätte, anzumerken, dass ihm die Achtelfinal-Pleite schwer zu schaffen machte. "Ich bin total niedergeschlagen. Es ist so enttäuschend, vor allem, weil ich meine Chancen hatte." Roger Federer habe jedoch, lobte Sampras, "ein unglaublich gutes Match" gespielt: "Er hat die wichtigen Punkte gemacht und verdient gewonnen."

Das Ende einer Ära?

Für die britische Presse war nach der "Schock-Niederlage" ("Daily Mail") klar, dass die Ära Sampras vorbei ist. "Der König hat seine Krone verloren", urteilte der "Daily Telegraph". Die "Times" riet, "sich den 2. Juli 2001 ganz dick im Notizbuch anzustreichen".

Für den 13fachen Grand-Slam-Rekordsieger, der im fünften Satz zwei Breakbälle zum 5:4 vergeben hatte, ist die erste Niederlage nach 31 siegreichen Matches auf dem Rasen von Wimbledon in Folge jedoch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. "Ich habe hier über die Jahre so viel Glück gehabt, da musste es auch mal anders kommen."



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