Wimbledon 2019 Serena Williams kämpft sich ins Halbfinale vor

Der 24. Grand-Slam-Titel rückt näher: US-Superstar Serena Williams hat das Wimbledon-Halbfinale erreicht. Gegen Alison Riske hatte die 38-Jährige allerdings große Mühe. Simona Halep gewann ihr Viertelfinale ebenfalls.

In ihrer Karriere durfte Williams bislang siebenmal die Wimbledon-Trophäe stemmen
ANDY RAIN/EPA-EFE/REX

In ihrer Karriere durfte Williams bislang siebenmal die Wimbledon-Trophäe stemmen


Die ersten beiden Halbfinalistinnen in Wimbledon stehen fest: Serena Williams und Simona Halep. Williams besiegte ihre Landsfrau Alison Riske 6:4, 4:6, 6:3 in zwei Stunden. Halep reichten gegen die Chinesin Zhang Shuai zwei Sätze, das Match endete 7:6, 6:1.

Williams trifft im Halbfinale auf Barbora Strýcová, die sich später am Nachmittag 7:6, 6:1 gegen die Britin Johanna Konta durchsetzte. Im anderen Halbfinale kommt es zum Duell zwischen Halep und der Ukrainerin Elina Switolina, die 7:6, 6:4 gegen Karolína Muchová gewann.

Für Williams ist es das erste Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier in diesem Jahr. In Melbourne war sie im Viertelfinale, in Paris bereits in der dritten Runde ausgeschieden. Gegen Riske hatte die 38-Jährige zu kämpfen, es kam zum entscheidenden dritten Satz. Beim Stand von 4:3 holte Williams ein wichtiges Break und nutzte bei eigenem Aufschlag ihren ersten Matchball. Mit einem Ass beförderte sie sich ins Halbfinale. Mit einem 24. Grand-Slam-Triumph würde Williams den Rekord der Australierin Margaret Court einstellen.

"Sie spielt so großartig, hat ihr Herz auf dem Platz gelassen. Der Sieg bedeutet eine große Genugtuung für mich, vor ein paar Wochen hätte ich das nicht gewonnen", sagte Williams über Riske. Die Weltranglisten-55. hatte sich im Achtelfinale überraschend gegen French-Open-Siegerin Ashleigh Barty durchgesetzt. Riske ist die erste Spielerin, die in der Open Era in den ersten fünf Wimbledon-Runden immer in den entscheidenden dritten Satz musste.

Mit Halep erreichte eine weitere Top-Ten-Spielerin die Runde der letzten Vier. Beim Duell mit Shuai kam Halep im ersten Satz von einem frühen 1:4-Rückstand zurück und entschied den Durchgang schließlich im Tiebreak für sich. Im zweiten Satz ließ Halep ihrer Kontrahentin keine Chance und beendete die Partie nach 87 Minuten. Das Halbfinale des Rasen-Klassikers hatte die Rumänin bislang nur 2014 erreicht.

mrk/dpa/sid



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jean-baptiste-perrier 09.07.2019
1. Erfahrung vs Nerven
Riske mit zuvielen Doppelfehlern insbesondere in den entscheidenen Situationen im ersten und dritten Satz. Dazu zuviel Risiko mit überzogenen Gewinn-Schlag-Versuchen. In den längeren Ballwechseln von denen es mehr gebraucht hätte, um Serena müde zu machen, spielte Riske teilweise zu unplatziert in die Mitte direkt auf Serenas Schläger. Hingegen nahezu alle längeren Ballwechsel (+4) in denen Serena von einer Seite zur anderen laufen musste, endeten mit Fehlern von Williams. Also im Prinzip hatte Riske den taktischen Schlüssel zum Sieg. Sie zog dies jedoch nicht konsequent genug durch und ließ sich zu häufig auf zu schnelles und risikoreiches Hin- und Hergeballer mit Serena ein (wenn auch nicht so blind wie Görges in der Runde zuvor). Schade. Das war jetzt auch wieder mehr ein Geschenk für Serena Williams. Man kann nur hoffen dass Konta oder Strycova im Halbfinale etwas schlauer Serena zum Pumpen und zu Fehlern zwingen. Serena ist fast 38 und das merkt man ihr auch an. Bringt sie zum Laufen und sie macht die Fehler. Nicht mit purer Gewalt, sondern mit taktischer Disziplin sollte Serena Williams für jede Top 20 Spielerin bezwingbar sein, welche nicht in Ehrfurcht vor der gewaltigen Präsenz und der puren körperlichen Gewalt Serena Williams erstarrt.
jean-baptiste-perrier 09.07.2019
2. Nerven die Zweite!
Serena Williams im Halbfinale gegen Konta oder Strycova? Konta hat gerade den ersten Satz im Tiebreak verloren. Sie führte im regulären Satz schon mit 4:1. Doch dann bekam sie es plötzlich offenkundig mit den Nerven. Extrem viele unerzwungene Fehler von Konta auch im Tiebreak. Konta scheint sich mal wieder selbst zu schlagen, weil sie einfach zu hektisch agiert. So wie zuletzt das verschenkte Halbfinale in Paris. Oder 2017 die ebenfalls unnötige Niederlage im Wimbledon Halbfinale gegen Venus Williams. Konta hat ein grundsätzliches mentales Problem. Sobald sie in die Nähe großer Titel kommt, bekommt sie eine Zitterhand.
say-it 09.07.2019
3. @Beitrag1
Was haben Sie denn gegen Serena?
cdn 09.07.2019
4. Was haben Sie denn gegen Serena?
ich schalte Tennis aus, wenn sie spielt (hämmert) mag mehr die Leutz, die raffiniert und stilisisch spielen.
jean-baptiste-perrier 09.07.2019
5. Auslaufmodell!
say-it hat geschrieben: "@Beitrag1 - Was haben Sie denn gegen Serena?" - - - - - Zitat Ende - - - - - Nix. Mir geht nur die Mystifizierung auf den Geist. Bei Serenas Geschichte und ihrer extremen Gewinn-Quote was Grand Slam Turnier Endspiele angeht, verfallen zuviele der Versuchung sie für unbesiegbar zu erklären. Und davon lassen sich auch häufig viele ihrer Gegnerinnen beeinflussen und erstarren in Ehrfurcht statt ihr normales Potential abzurufen. Ich möchte nur daraufhinweisen, dass Serena ihren Zenit lange überschritten hat und bei konsequenter Gegen-Taktik von mehr Spielerinnen in Bedrängnis gebracht werden könnte. 2018 in Wimbledon standen viele mit weichen Knien nur Spalier. Immer mit der Entschuldigung:"Es ist halt Serena. Die Beste aller Zeiten......" Als wäre ihr achter Wimbledon Titel vorherbestimmt. Und erst Kerber im Finale wagte es Serenas Schwächen gnadenlos aufzudecken. Serenas Fitness mag dieses Jahr besser sein. Kurzes Geballer kann sie noch sehr gut. Bloß bei längeren Ballwechseln (+4) geht ihr dann aber schon die Puste aus und sie produziert schnell Fehler. Diese Schwäche wird zuwenig genutzt.
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