Wimbledon Weiteres Williams-Endspiel in Sicht

Bei den All England Championships könnte es zu einem Finale der beiden Williams-Schwestern kommen. Nachdem zunächst Venus Williams gegen Lindsay Davenport gewinnen konnte, machte weniger später ihre jüngere Schwester Serena ebenfalls den Einzug ins Wimbledon-Halbfinale perfekt.


Venus Williams: Die bessere im 22. Vergleich
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Venus Williams: Die bessere im 22. Vergleich

London - Nach der zweimaligen Wimbledonsiegerin Venus Williams zog am Dienstag in London auch Titelverteidigerin Serena Williams ins Halbfinale des Grand-Slam-Turniers ein. Die große Schwester legte vor und schaffte mit einem umkämpften 6:2, 2:6, 6:1-Erfolg über Lindsay Davenport den Sprung in die Runde der letzten Vier. Im zweiten amerikanischen Viertelfinale zwang Serena Williams nach verpatztem Start Jennifer Capriati mit 2:6, 6:2, 6:3 in die Knie.

Am Donnerstag will Serena Williams nun Revanche nehmen für ihre Halbfinal-Niederlage in Paris. Wie vor drei Wochen in Roland Garros kämpft sie gegen ihre Angstgegnerin Justine Henin-Hardenne um den Einzug ins Endspiel. Die Belgierin besiegte im Viertelfinale die 18 Jahre alte Wimbledon-Debütantin Swetlana Kuznetzowa aus Russland mit 6:2, 6:2.

Venus Williams muss sich im Halbfinale mit French-Open-Finalistin Kim Clijsters (Belgien) auseinander setzen, die nach ihrem 5:7, 6:0, 6:1-Sieg gegen die Italienerin Silvia Farina Elia erstmals die Runde der letzten Vier bei dem Grand-Slam-Turnier auf Rasen erreichte.

Venus Williams war so entschlossen aufgetreten wie seit ihrem letzten Wimbledonsieg vor zwei Jahren nicht mehr. Zwar musste sie gegen die Siegerin von 1999 erstmals im Turnier einen Satz abgeben, doch im letzten Durchgang gegen Davenport ließ sie keinen Zweifel an ihrem Ziel, zum dritten Mal nach 2000 und 2001 ihr Lieblingsturnier zu gewinnen. Die 23-Jährige, die zuletzt permanent im Schatten ihrer jüngeren Schwester stand, demonstriert schon mit ihrem Outfit, wer die "Queen" von Wimbledon ist. In ihrem raffinierten weißen Korsettkleid sticht sie die Titelverteidigerin zumindest optisch aus.

Um ins Endspiel zu gelangen, muss Venus Williams nun noch Kim Clijsters schlagen. Die French-Open-Finalistin, die ihre Gegnerinnen auf dem Weg ins Viertelfinale im Express-Tempo abgefertigt hatte, geriet erstmals ins Straucheln. Nach einer 80-minütigen Regenunterbrechung gleich zu Beginn des Spiels, nahm ihr die 31-jährige Italienerin Silvia Farina Elia überraschend den ersten Satz ab. Doch danach gab Clijsters nur noch ein Spiel ab. "Ich musste erst meinen Rhythmus finden", entschuldigte sie ihren Aussetzer. "Aber ich war nicht nervös, weil ich gemerkt habe, dass sie mich nicht vom Platz schießt und es nur an meinen vielen Fehlern liegt."

Bei den Herren erreichte "Nachzügler" Sebastien Grosjean am Dienstag das Viertelfinale. Der Franzose beendete das wegen einsetzender Dunkelheit vertagte Match gegen French-Open-Sieger Juan Carlos Ferrero aus Spanien als 6:2, 4:6, 7:6 (7:2), 7:6 (7:3)-Sieger und trifft in der Runde der letzten Acht am Donnerstag auf den Briten Tim Henman.



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