Wimbledon Williams-Schwestern bestreiten Finale

Altbekannte Paarung auf dem "heiligen Rasen": Die Williams-Schwestern stehen sich Finale von Wimbledon gegenüber - bereits zum vierten Mal seit 2002. Während Venus in der Partie gegen Dinara Safina nur ein Spiel abgab, musste Serena gegen Jelena Dementjewa sogar einen Matchball abwehren.


Hamburg - Der bedeutendste Titel im Frauen-Tennis wird nach 2002, 2003 und 2008 zum vierten Mal in einem Schwestern-Duell vergeben: Serena und Venus Williams stehen im Finale der All England Championships. Serena, die ihr fünftes Wimbledon-Finale (zwei Siege) bestreiten wird, setzte sich in einem dramatischen Halbfinale 6:7 (4:7), 7:5, 8:6 gegen die Russin Jelena Dementjewa durch. Titelverteidigerin Venus, die zum achten Mal ins Endspiel an der Church Road eingezogen ist, deklassierte die Weltranglisten-Erste Dinara Safina 6:1, 6:0 und könnte ihren sechsten Wimbledon-Titel gewinnen.

Jubelnde Serena Williams: Erneutes Endspiel gegen Venus
AP

Jubelnde Serena Williams: Erneutes Endspiel gegen Venus

Mit Ausnahme von 2006 stand damit seit 2000 in jedem Jahr mindestens eine der Schwestern im Endspiel. Das Finale wird am kommenden Samstag (15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) ausgetragen. Insgesamt standen sich die beiden Schwestern bereits 20 Mal gegenüber und es steht dabei ausgeglichen 10:10. In Grand-Slam-Finals führt Serena 5:2.

In der Partie gegen Serena Williams war Dementjewa über lange Zeit die bessere Spielerin. Sie diktierte die Partie von der Grundlinie mit cleveren Schlägen, während Williams sich vor allem auf ihren Aufschlag verlassen musste. Dementjewa konterte einen Aufschlagverlust im ersten Spiel sofort mit einem Re-Break.

Im Tie-Break vergab sie den ersten von drei Satzbällen mit einem Doppelfehler, behielt aber ihre Nerven und nutzte den zweiten. Die Russin, die ihr 43. Grand-Slam-Turnier hintereinander bestreitet, ließ sich erst spät im zweiten Satz von der Siegesstraße abbringen. Williams gelang ein Break zur 6:5-Führung, anschließend wehrte sie zwei Breakbälle ab. Dabei schlug sie in dem Aufschlagspiel zum 7:5-Satzgewinn allein drei Asse.

Auch im dritten Satz kam Williams dank ihrer Kampfkraft und Moral aus einer schwierigen Situation zurück. Sie gab zwar ihr Service zum 1:3 ab, konterte aber postwendend. Beim Stand von 4:5 wehrte sie einen Matchball ab und verwandelte nach 2:49 Stunden schließlich selbst ihren ersten Matchball. "Es war ein unheimlich hartes Stück Arbeit", sagte Serena Williams nach dem Spiel, "ich habe mir immer wieder gesagt, bleib bloß positiv."

Ihre Schwester sagte nach dem überragenden Auftritt gegen Safina: "Ein Traum wird wahr. Ich stehe zum achten Mal im Endspiel und wieder gegen Serena", so Venus Williams. Ihre chancenlose Gegnerin nahm sie in Schutz: "Sie ist so talentiert und hat zuletzt so konstant gespielt." Die Kritik an der Russin, die als Nummer eins noch keinen Grand-Slam-Titel geholt hat, wird nach diesem Debakel wieder lauter werden.

ruf/fsc/sid

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