Winterspiele 2018 München glänzt bei Olympia-Präsentation

Gelungener Auftakt im Bewerbungsmarathon: Erstmals hat sich München der Vollversammlung aller Nationalen Olympischen Komitees als Bewerber um die Olympischen Winterspiele 2018 vorgestellt. Die bayerische Hauptstadt konkurriert mit Pyeongchang und Annecy um die Ausrichtung der Spiele.

Münchner Olympiabewerbung: Gelungene erste Präsentation
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Münchner Olympiabewerbung: Gelungene erste Präsentation


Hamburg - München hat seine erste internationale Bewährungsprobe bei der Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 bestanden. Die deutsche Delegation erhielt für ihre kurze Präsentation vor der Vollversammlung aller 205 Nationalen Olympischen Komitees (ANOC) im mexikanischen Acapulco viel Applaus.

"Es wäre für uns ein Traum, Sie 2018 in München willkommen zu heißen - in einer Welt, die vom Wintersport begeistert ist", sagte die Kuratoriums-Vorsitzende Katarina Witt in der Präsentation vor den 600 Delegierten: "Für die Sportler soll dies die größte Erfahrung ihres Lebens werden."

20 Minuten lang warben Witt, DOSB-Präsident Tomas Bach, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude und Bewerbungs-Chef Bernhard Schwank auf der Bühne für München. Unter dem Motto "Festival of Friendship - Die freundlichen Spiele" stellten sie die bayerische Landeshauptstadt als Sporthochburg und Tourismusziel vor. Als Vorzüge wurden die kurzen Wege und die Nähe zur Natur gepriesen.

Ude lobte die Party-Atmosphäre der bayrischen Landeshauptstadt mit 60 Theatern, 45 Museen und jährlich zehn Millionen Übernachtungen. Bach versprach in seinem Schlusswort eine positive Olympia-Stimmung wie bei der Fußball-WM 2006. Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützte die Delegation mit einer kurzen Video-Botschaft. Merkel bekräftigte, die deutsche Politik teile die Vision von Olympischen und Paralympischen Winterspielen in München und Garmisch-Partenkirchen.

Entscheidung am 6. Juli 2011

Anders als im Februar in Vancouver verlief die Präsentation diesmal ohne Patzer. In Kanada hatte Oberbürgermeister Ude erklärt, auf dem Oktoberfest habe es noch keinen größeren Zwischenfall gegeben, dabei aber das Attentat von 1980 außer Acht gelassen. Später entschuldigte sich Ude für den Fehler.

Mit der Präsentation in Mexiko hat für München die heiße Phase im Konkurrenzkampf mit Annecy und Pyeongchang begonnen, die in Acapulco ebenfalls vor und hinter den Kulissen für sich warben. Während die Franzosen als Außenseiter gelten, werden den Südkoreanern bei ihrem dritten Versuch in Folge die größten Chancen eingeräumt. Sollte München den Zuschlag bekommen, wäre die bayerische Metropole die erste Olympia-Stadt überhaupt, in der nach Sommer- auch Winterspiele ausgetragen werden.

Bis zur Vergabe der Spiele 2018 am 6. Juli 2011 im südafrikanischen Durban durch das IOC warten auf die Münchner noch fünf ähnliche Präsentationen. "Klar ist, dass wir vor Durban nicht unser ganzes Pulver verschießen", sagte Witt.

ulz/sid/dpa



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