Boxkampf in New York Klitschko siegt mit etwas Mühe

Sieg nach Punkten: Boxweltmeister Wladimir Klitschko hat sich gegen den US-Amerikaner Bryant Jennings durchgesetzt. Nach dem Kampf lobte er seinen Gegner als "harten Hund", der zwölf Runden lang geredet habe.

AFP

Wladimir Klitschko hat die Weltmeistertitel im Schwergewicht der Verbände IBF, WBO und WBA erfolgreich verteidigt. Der 39 Jahre alte Ukrainer besiegte den Amerikaner Bryant Jennings nach Punkten (118:109, 116:111, 116:111). Die Zuschauer im New Yorker Madison Square Garden sahen einen unspektakulären Boxkampf, in dem Klitschko einige Mühe hatte.

Gegen den sieben Zentimeter kleineren und knapp sieben Kilogramm leichteren Herausforderer dominierte der Weltmeister, ohne die Zuschauer zu begeistern. Von der Forderung der amerikanischen Öffentlichkeit nach offensiverem und aggressiverem Boxen ließ er sich nicht beeindrucken.

Klitschko blieb beim seinem kontrollierten Stil und verließ sich auf seinen linken Jab. Erst in der zwölften Runde gelang ihm ein Wirkungstreffer. "Manchmal läuft es nicht so, wie man es sich wünscht. Es war wahnsinnig schwer, ihn zu treffen", sagte er und lobte Jennings: "Er ist ein harter Hund. Er hat schnelle Hände und ist ein guter Athlet. Außerdem hat er die ganze Zeit geredet."

Der Herausforderer wurde in der zweiten Hälfte des Kampfes aktiver, fand aber keine Mittel, den Weltmeister ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Jennings war von der Vorstellung des Champions überrascht. "Ich habe eingesteckt, was immer er ausgeteilt hat. So wie ich gekämpft habe, hatte ich aber nicht das Gefühl, dass er mir wehtun kann", meinte er.

Klitschko ist seit elf Jahren unbesiegt und seit neun Jahren Weltmeister. Der promovierte Sportwissenschaftler hat nunmehr 27 WM-Kämpfe absolviert und sich damit einen Rekord in seiner Gewichtsklasse gesichert. Spitzenreiter waren bisher Muhammad Ali und Larry Holmes mit jeweils 26 WM-Kämpfen. Von 67 Profikämpfen insgesamt hat der 1,98 Meter große Athlet 64 gewonnen. Sein Gegner kassierte im 20. Profikampf die erste Niederlage seiner Karriere.

cte/dpa



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BlakesWort 26.04.2015
1.
Klitschko hatte keine Mühe. Jennings war der erste Herausforderer seit langem, der ihm körperlich gewachsen war. Gegen Klitschkos kraftsparendes, Schlagabtäusche meidendes Boxen hatte er keine Chance. Immerhin mal wieder ein Gegner, der halbwegs die Doppeldeckung beherrschte, auch wenn man ungefähr einen Eindruck bekam, wie gut Klitschkos Auge für die Lücke ist.
Freidenker10 26.04.2015
2.
Der Abgang der Klitschkos, der hoffentlich bald kommt, wird ein Segen für den Boxsport! Die Kämpfe sind an langeweile kaum noch zu überbieten! Dieses taktieren und ewige Klammern nervt nur noch! Das einzige was noch mehr nervt ist, dass sich keiner findet der den beiden mal ordentlich aufs Glaskinn gibt!
geheimleser 26.04.2015
3. Klitschko
Das übliche Klitschko gedöns das Opfer ist kleiner wie der "Meister" damit auch ja nichts unvorhergesehenes passiert und schon kann der Ringkampf beginnen .
Bueckstueck 26.04.2015
4. Gehässigkeit der Laien - mal wieder
Wenn ich das wieder von den Laien lese: Klitschko ist schuld, dass es keinen Gegner gibt der ihn ernsthaft fordern kann! Und weil das so absurd ist, begründet man es mit Fallobst Theorien die nicht weniger absurd sind. Nennt doch mal die Namen der Boxer die angeblich keine Chance bekommen ihn zu boxen, ihn aber schlagen könnten!
stefan.silly 26.04.2015
5. Was ich mich seit langem frage:
Warum man sich in Deutschland die Klitschkos dermassen zu eigen macht. Die haben mit deutschen Boxern so viel zu tun, wie ein Känguruh in Australien.
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