Olympia 2016 Klitschko wohl nicht in Rio dabei

Der olympische Boxweltverband hat Profikämpfern die Teilnahme an Olympia erlaubt. Dennoch wird Wladimir Klitschko wohl nicht in Rio de Janeiro boxen. Der Ex-Weltmeister hat ein Terminproblem.

Wladimir Klitschko im Kampf gegen Tyson Fury (November 2015)
DPA

Wladimir Klitschko im Kampf gegen Tyson Fury (November 2015)


Wladimir Klitschko wird wohl nicht an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teilnehmen. DBV-Präsident Jürgen Kyas sagte der "Bild"-Zeitung: "Es wird keine Wildcards geben." Der Schwergewichtsboxer ist auf eine sogenannte Wildcard angewiesen, da er am 9. Juli in Manchester gegen Tyson Fury boxt und deswegen nicht an dem Qualifikationsturnier für Olympia vom 3. bis zum 8. Juli in Venezuela teilnehmen wird. Klitschkos Management wollte sich auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE nicht zu dessen Beteiligung an den Olympischen Spielen äußern.

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hatte der olympische Boxweltverband AIBA Boxprofis die Startchance für die Spiele in Rio eröffnet. 84 von 88 teilnehmenden Mitgliedsverbänden stimmten für die notwendige Regeländerung.

Die Berufskämpfer müssen sich aber für die am 5. August beginnenden Sommerspiele qualifizieren. Derzeit ist noch unklar, wie viele Profis in Rio boxen werden.

Wladimir Klitschko hatte in der Vergangenheit Interesse bekundet, die Ukraine bei den Sommerspielen zu vertreten. Der 40 Jahre alte Ex-Weltmeister erlangte bereits 1996 olympisches Gold im Superschwergewicht.

mka/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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themistokles 02.06.2016
1. Quali-Turnier
Boxen bei der Qualifikation Amateure gegen Profis? Wäre wirklich mal spannend zu sehen. Mal schauen, wieviele "Profis" hier auf der Strecke bleiben würden. Und wieviel Profi ein Profi ist, ohne diesen ganzen Medienzirkus.
palart 02.06.2016
2. Olympia: einfältiger Nationalismus?
An Olympia verdient man halt nicht Millionen. Das wird wohl ein Hauptgrund für die Abwesenheit sein. Andererseits sind Olympia, WM oder EM uä. ja irgendwie Spektakel, wo ein zweifelhafter Nationalismus aufkommt. Ich bezweifle dort die angebliche Völkerverständigung. Konkurrenzkampf bis zum Umfallen, oft gar mit Doping, trifft es eher. Mit geschwellter Brust und Landesfahnen werden national Medaillien grossgeredet, wo es sich doch nur um ziemlich einfältige Betätigungen handelt. Rennen, Werfen von Gegenständen, Schwimmen, Boxen, Schiessen und so.
Wicked 02.06.2016
3. Bei Olympia gibt's kein ordentliches Preisgeld
Olympisches Gold ist bei dem Kaliber auch kein unbedingtes "must have".(zumindest nicht wenn man das Blech eh schon irgendwo rumliegen hat)
movfaltin 02.06.2016
4. Begründung ist Quatsch
Klitschko boxt leider nicht auf Amateurniveau. Dort beachtet man die Regeln ein wenig genauer als bei Profiboxern, und alleine schon Klitschkos charakteristische Art und Weise, Gegner auf Distanz zu halten, ist mit den Regularien eindeutig nicht vereinbar. Es sind keine Terminprobleme, die Klitschko die Teilnahme verunmöglichen - sondern große boxerische Unfertigkeiten.
erst nachdenken 02.06.2016
5.
Dann können sich die Profis ihre Herausforderer ja gar nicht selbst aussuchen. Da werden einige ach so große Namen scheitern wenn sie antreten.
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