WM-Bronze Versöhnlicher Abschied für US-Boys

Nach dem WM-Aus gegen Griechenland gab es vor allem Kritik an der fehlenden Teamarbeit der US-Amerikaner. Im Spiel um Bronze zeigten die NBA-Stars nun, dass sie eine Mannschaft sind. Leidtragende waren die Argentinier. Auch Frankreich durfte jubeln.


Saitama - Einen Tag nach der enttäuschenden 95:101- Niederlage gegen Europameister Griechenland besiegten die Amerikaner im "kleinen Finale" Olympiasieger Argentinien 96:81 (50:49) und rehabilierten sich mit der Bronzemedaille für das Halbfinal-Aus. Zuvor hatte Frankreich die Partie um Platz fünf 64:56 (20:35) gegen die Türkei gewonnen, das Ausrichter der nächsten WM 2010 ist.

US-Star Wade (r.): Überragend gegen Argentinien
AFP

US-Star Wade (r.): Überragend gegen Argentinien

In der Begegnung um Platz drei erwischten die Argentinier vor 17.000 Zuschauern in der Super Arena in Saitama den besseren Start und bauten ihren Vorsprung bis zur 16. Minute auf neun Punkte (43:34) aus. Erst Ende der ersten Halbzeit kam die USA besser ins Spiel und Sekunden vor der Pause zur ersten Führung. Nach dem Wechsel fanden die Südamerikaner nicht zum Rhythmus sowie zur Treffsicherheit der ersten Hälfte zurück und gerieten bis zur 38. Minute vorentscheidend mit 75:91 in Rückstand - auch wegen einer nun viel besser harmonierenden US-Manschaft.

Beste Werfer der USA, die seit nunmehr 1994 auf den Gewinn des WM-Titels warten, waren Dwyane Wade vom NBA-Champion Miami Heat (32 Punkte) und LeBron James von den Cleveland Cavaliers (20).

Nach 20-jähriger WM-Abstinenz beendete Frankreich sein Comeback mit dem fünften Platz. Die "Blauen" setzten sich im entscheidenden Platzierungsspiel vor 16.000 Zuschauern in Saitama 64:56 (35:20) gegen die Türkei durch und verabschiedeten sich als drittbestes europäisches Team hinter den beiden Finalisten Spanien und Griechenland.

Nach dem Erfolg gegen Deutschland vorgestern (75:73) zeigten die Franzosen auch gegen die Türkei besonders in der Anfangsphase eine gute Leistung. 35:20 hieß es zur Pause - ein Rückstand, den die Türken nicht mehr wettmachen konnten. Bester Werfer für Frankreich war Florent Pietrus mit 12 Punkten.

In neun Spielen kassierten die Franzosen drei Niederlagen, gegen den Libanon in der Vorrunde sowie Olympiasieger Argentinien und im Viertelfinale gegen Europameister Griechenland. Der EM-Dritte erzielte in Japan sein zweitbestes WM-Ergebnis, nachdem Frankreich 1963 ebenfalls Fünfter und 1954 Vierter geworden war.

Im Finale stehen sich am Sonntag (12.30 Uhr) Griechenland und Spanien gegenüber. Deutschland trifft zuvor (9.30 Uhr/beide live im DSF) im Spiel um Platz sieben auf Litauen.

goe/sid



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