WM in Berlin Sanya Richards sprintet zum Titel über 400 Meter

Erfolge für die USA: Bei der Leichtathletik-WM in Berlin holte Sanya Richards Gold über die 400-Meter-Distanz, Kerron Clement verteidigte seinen Titel über 400 Meter Hürden. Der Kenianer Ezekiel Kemboi war über 3000 Meter Hindernis nicht zu schlagen.

US-Amerikanerin Richards: Weltmeisterin über die 400-Meter-Distanz
dpa

US-Amerikanerin Richards: Weltmeisterin über die 400-Meter-Distanz


Hamburg - Überraschung bei der Leichtathletik-WM in Berlin: Der Brite Phillips Idowu ist neuer Weltmeister im Dreisprung und hat damit Favorit und Titelverteidiger Nelson Evora aus Portugal entthront. Der 30 Jahre alte Idowu siegte am Dienstagabend mit der Weltjahresbestleistung von 17,73 Metern vor Evora (17,55) und dem Kubaner Alexis Copello (17,36). Evora hatte in den vergangenen Jahren den Dreisprung dominiert und unter anderem den WM-Titel 2007 und die olympische Goldmedaille 2008 gewonnen.

Sanya Richards sprintete über 400 Meter zu ihrem ersten großen Titel. Die Läuferin aus den USA holte sich Gold in der Jahresweltbestzeit von 49,00 Sekunden und machte damit den für sie enttäuschenden dritten Platz von den Olympischen Spielen in Peking vergessen. Hinter ihr sicherte sich die Jamaikanerin Shericka Williams in 49,32 Sekunden Silber vor der Russin Antonina Kriwoschapka (49,71). Die Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Christine Ohuruogu aus Großbritannien belegte in 50,21 Sekunden den fünften Platz. Einzige deutsche Vertreterin auf der Stadionrunde war die 21 Jahre alte Deutsche Meisterin Sorina Nwachukwu. Sie war im Halbfinale ausgeschieden.

Weltmeister Kerron Clement verteidigte seinen Titel über die 400-Meter-Hürden erfolgreich und sorgte für den dritten WM-Sieg in Serie für die USA in dieser Disziplin. Der 23-Jährige verwies im Berliner Olympiastadion in der Jahresweltbestzeit von 47,91 Sekunden Javier Culson (Puerto Rico/48,08) sowie Landsmann und Ex-Champion Bershwan Jackson (48,23) auf die Plätze. Clement kam 1998 aus Trinidad und Tobago nach Texas und hat seit 2005 die US-Staatsbürgerschaft.

Kenianischer Triumph über 3000 Meter Hindernis

Ezekiel Kemboi holte die zweite Goldmedaille für Kenia bei den Titelkämpfen. Drei Tage nach dem Triumph von Linet Chepkwemoi Masai über 10.000 Meter siegte der 27-Jährige in 8:00,43 Minuten über 3000 Meter Hindernis. Insgesamt war es der achte Männer-Erfolg für die afrikanische Nation auf der Hindernisstrecke in der WM-Historie seit 1983. Zweiter wurde Kembois Landsmann Richard Kipkemboi Mateelong (8:00,89). Der Franzose Bouabdellah Tahri verhinderte als Drittplatzierter mit Europarekord (8:01,18) den dritten Dreifach-Erfolg Kenias bei einer Weltmeisterschaft. Titelverteidiger und Olympiasieger Brimin Kipruto (Kenia/8:12,61) musste sich mit Platz sieben begnügen.

Überschattet wurde das Rennen vom ersten Dopingbefund der WM. Der Marokkaner Jamal Chatbi war nach Angaben des marokkanischen Verbandes positiv auf das Anabolikum Clenbuterol getestet und kurz vor Beginn des Laufs von der Startliste genommen worden.

wit/sid/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.