Aiba-Beschluss Boxverband erlaubt Verschleierung im Ring

Mit dem Hijab in den Infight: Boxerinnen dürfen künftig bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften auch mit Schleier in den Ring treten. Profitieren will davon auch eine deutsche Boxerin.

Deutsche Box-Meisterin Zeina Nassar
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Deutsche Box-Meisterin Zeina Nassar


Der Internationale Box-Verband Aiba hat seine Kleiderordnung für Frauenkämpfe geändert. Auf Antrag des deutschen Verbandes dürfen in Zukunft auch teilverschleierte Boxerinnen auf internationalem Parkett um Titel oder Olympia-Medaillen kämpfen.

Eine entsprechende Entscheidung wurde auf der Aiba-Vorstandssitzung in Istanbul getroffen. Wann sie genau in Kraft tritt, ist noch nicht geklärt. Die neuen Regularien müssten noch schriftlich fixiert werden, sagte Peter Timm, der Manager der deutschen Federgewichtsmeisterin Zeina Nassar.

Die 20 Jahre alte Boxerin muslimischen Glaubens kämpft mit einem Hijab und hat dazu den Körper bis auf das Gesicht völlig verdeckt. Der deutsche Verband hat das bereits erlaubt, auch in den USA ist es gestattet, so zu boxen.

Durch die Regeländerung öffnet sich für Nassar das internationale Geschäft. "Bei Olympia in Tokio anzutreten ist mein großer Traum. Jetzt ist es möglich", sagte Nassar.

aha/dpa

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