Operation Aderlass Sportgerichtshof spricht Eisschnellläufer Lehmann-Dolle von Dopingverdacht frei

Der Ex-Spitzensportler Robert Lehmann-Dolle war im Zuge des Erfurter Dopingskandals beschuldigt worden. Nun erhielt er einen Freispruch von oberster Stelle.
Robert Lehmann-Dolle bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi: Erfolgreich beim Gang durch die Instanzen

Robert Lehmann-Dolle bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi: Erfolgreich beim Gang durch die Instanzen

Foto: Hannibal Hanschke / dpa

Der ehemalige Eisschnellläufer Robert Lehmann-Dolle ist vor dem internationalen Sportgerichtshof Cas von allen Dopingvorwürfen freigesprochen worden.

Sein Sportrechts-Anwalt Rainer Cherkeh teilte am Montag mit, dass die Berufung der Nationalen Anti-Doping-Agentur Nada gegen den Entscheid des Deutschen Sportschiedsgerichts mit dem Cas-Schiedsspruch abgewiesen worden sei.

Für Lehmann-Dolle ist es das Ende eines juristischen Dauerlaufs durch die Instanzen. »Ich bin natürlich froh über diese Entscheidung, auf die ich seit der Verhandlung im Juni gewartet habe«, sagte Lehmann-Dolle.

Der dreimalige Olympia-Teilnehmer war vom Erfurter Arzt Mark S. im Zuge der »Operation Aderlass« belastet worden. Der Mediziner ist inzwischen am 15. Januar vom Landgericht München II wegen Sportbetrugs und gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden, verbunden mit einem Berufsverbot von drei Jahren und einer Geldstrafe von 158.000 Euro.

Lehmann-Dolle hingegen war vom Deutschen Sportschiedsgericht vom Vorwurf des Eigenblut-Dopings freigesprochen worden, weil die Nada aus Sicht des Sportschiedsgerichts nicht ausreichend Beweise vorlegen konnte. Die Nada wollte diese Entscheidung vom Cas überprüfen lassen – und steckte nun die nächste Niederlage ein.

Lehmann-Dolle, geboren in Erfurt, ist für Deutschland dreimal bei Olympia angetreten, 2006, 2010 und 2014. Nach einem 27. Platz in Sotschi beendete er seine Karriere und begann eine Laufbahn als Nachwuchstrainer. Von dieser Tätigkeit war er im Zuge der Vorwürfe entbunden worden. Im Sommer gewann der 37 Jahre alte Lehmann-Dolle aber auch seinen Arbeitsgerichtsprozess gegen den Olympiastützpunkt Berlin.

luk/dpa
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