Giro d'Italia Stürze im Regen überschatten die erste Bergankunft

Wieder Führungswechsel beim Giro d'Italia: Jetzt fährt der Ungar Attila Valter im Rosa Trikot. Pech hatte der Belgier Pieter Serry: Er wurde von einem Materialwagen angefahren, blieb aber unverletzt.
Zum ersten Mal ging es im Ziel so richtig in die italienischen Berge

Zum ersten Mal ging es im Ziel so richtig in die italienischen Berge

Foto: Fabio Ferrari/LaPresse FABIOFERR / imago images/LaPresse

Die deutsche Hoffnung Emanuel Buchmann hat bei der ersten Bergankunft des 104. Giro d'Italia zwar Zeit auf die Favoriten verloren, bleibt aber noch in Lauerstellung. Der 28-Jährige kam auf dem 1100 Meter hohen Colle San Giacomo als 13. ins Ziel. Den Tagessieg in Ascoli Piceno auf einer von mehreren Stürzen überschatteten Etappe sicherte sich nach 160 Kilometern der Schweizer Gino Mäder, der am Tag zuvor noch seinen Kapitän Mikel Landa nach einem schweren Sturz verloren hatte.

Zweiter wurde Topfavorit Egan Bernal aus Kolumbien vor dem Iren Daniel Martin. Bernal nahm Buchmann gut 30 Sekunden ab.

Neuer Führender der Gesamtwertung ist der Ungar Attila Valter, der elf Sekunden vor dem Belgier Remco Evenepol und 16 Sekunden vor Bernal liegt. Buchmann hat aber immer noch alle Chancen auf eine gute Platzierung und rangiert mit 1:40 Minuten Rückstand auf Platz 16.

Mäder fuhr für seinen verletzten Kapitän

Mäder hatte sich gut hundert Kilometer vor dem Ziel mit weiteren Fahrern zu einer größeren Fluchtgruppe zusammengeschlossen und die entscheidende Attacke früh am Schlussanstieg gesetzt. Sein Kapitän Landa, der am Mittwoch mit einem Streckenposten kollidiert war, liegt derzeit mit gebrochenem Schlüsselbein im Krankenhaus und wird am Freitag operiert.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Buchmann hielt sich lange in der Gruppe der Favoriten. Als Bernal gut 1500 Meter vor dem Ziel das Tempo verschärfte, musste der Ravensburger erstmals abreißen lassen. Weitere Attacken des früheren Toursiegers ließen den Rückstand von Buchmann noch größer werden.

Rund 15 Kilometer vor dem Ziel kam Buchmanns Teamkollege Felix Großschartner aus Österreich in einer Kurve zu Fall und rutschte in mehrere Kontrahenten. Der Belgier Pieter Serry vom Team Deceuninck-Quick-Step wurde von einem Team-Auto angefahren und musste behandelt werden. Er konnte die Etappe danach fortsetzen.

Am Freitag führt die siebte Etappe über 181 Kilometer von Notaresco nach Termoli und besticht durch einen langen flachen Schlussabschnitt. Insgesamt müssen die Profis knapp 3500 Kilometer und 47.000 Höhenmeter zurücklegen, ehe der Sieger am 30. Mai in Mailand feststeht.

aha/sid/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.