Umstrittener Schwimm-Olympiasieger Dopingsperre gegen Sun Yang auf vier Jahre halbiert

Der Internationale Sportgerichtshof Cas korrigiert sein Urteil gegen den chinesischen Schwimmer Sun Yang. Die Spiele in Tokio verpasst der dreifache Olympiasieger aber trotzdem. 2024 könnte er ein Comeback geben.
Sun Yang

Sun Yang

Foto: Maddie Meyer/ Getty Images

Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat den chinesischen Schwimmstar Sun Yang in einer Neuverhandlung für vier Jahre und drei Monate gesperrt. Die Sperre beginnt rückwirkend am 28. Februar 2020, teilte der Cas mit.  Damit würde die Sperre im Juni 2024 enden.

Der 29 Jahre alte Schwimmstar wird damit die Olympischen Spiele in Tokio verpassen, wäre aber 2024 in Paris wieder startberechtigt. Allerdings wäre Sun, dreifacher Olympiasieger, dann bereits 32 Jahre alt. Zuvor war von Suns Seite gehofft worden, die Sperre könnte auf zwei Jahre reduziert werden, damit er dann bei den Asia Games in China seine Karriere beenden könnte, so wie er sie in Peking 2008 begonnen hatte: mit prestigeträchtigen Erfolgen in seinem Heimatland, dessen größter aktiver Sportheld er ist.

Der Cas hatte Sun im Februar 2020 zu einer Sperre von acht Jahren verurteilt, weil seine Dopingprobe im Herbst 2018 mit einem Hammer zerstört worden war. Der Schwimm-Weltverband Fina hatte zunächst auf eine Sperre verzichtet, worauf die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada den Cas anrief. Sun hatte die Tat damit verteidigt, dass die Kontrolleure nicht ausreichend zu identifizieren gewesen seien.

Das Cas-Urteil hob das Schweizer Bundesgericht im Dezember 2020 wegen Befangenheit des vorsitzenden Richters Franco Frattini aus Italien auf. Sun hatte Revision eingelegt. Der Cas besetzte daraufhin das Schiedsgericht komplett neu.

Der umstrittene Sun, dem von seinen internationalen Konkurrenten immer wieder Dopingvergehen vorgeworfen wurden, gilt als Wiederholungstäter. Er war bereits 2014 positiv getestet worden.

ptz/sak/sid/Reuters
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