Traditionsreicher Surfwettbewerb Rettungsschwimmer gewinnt »The Eddie« auf Hawaii

»The Eddie« ist einer der prestigeträchtigsten Surfwettbewerbe der Welt, er wird nur bei besonders großen Wellen ausgetragen. Der diesjährige Sieger steht dabei in Tradition des Mannes, dem die Veranstaltung gewidmet wurde.
Foto: Jamm Aquino / AP

Es ist einer der prestigeträchtigsten und traditionsreichsten Surfwettbewerbe der Welt, am Wochenende wurde er zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder ausgetragen: Der Rettungsschwimmer Luke Shepardson hat auf Hawaii das »Eddie Aikau Big Wave Invitational« gewonnen, während John John Florence – der Gewinner der Veranstaltung im Jahr 2016, dem letzten Mal, als sie stattfand – zum Zweitplatzierten ernannt wurde. Mark Healey belegte den dritten und Billy Kemper den vierten Platz.

Zum ersten Mal in der 39-jährigen Geschichte des Wettbewerbs traten auch sechs Surferinnen an.

Ehrung für hawaiianischen Wassersportler

Die Veranstaltung – auch einfach »The Eddie« genannt – ist ein eintägiger Wettbewerb, der in der Waimea Bay an der North Shore von Oahu nur dann stattfindet, wenn die Brandung während der Big-Wave-Surfsaison im Winter von Mitte Dezember bis Mitte März konstant groß genug ist. Auch der Wind, die Gezeiten und die Richtung der Dünung müssen genau stimmen.

»Groß genug« bedeutet nach hawaiianischen Maßstäben sechs Meter. Vor diesem Jahr haben die Bedingungen seit dem ersten Wettbewerb im Jahr 1984 nur neun Mal gepasst, um den Wettbewerb durchzuführen.

Sieger Shepardson

Sieger Shepardson

Foto: Jamm Aquino / AP

Mit dem Wettbewerb wird der legendäre hawaiianische Wassersportler Eddie Aikau geehrt. Er wurde als erster Rettungsschwimmer bekannt, der von Honolulu für die Arbeit an der Nordküste von Oahu eingestellt wurde. Er wurde dafür verehrt, dass er im Laufe seiner Karriere mehr als 500 Menschen gerettet hat. Berühmt ist er auch dafür, dass er auf riesigen Wellen surfte, die sich sonst niemand zu reiten traute.

Aikau starb 1978 im Alter von 31 Jahren während einer Expedition, bei der er mit einem traditionellen polynesischen Kanu von Honolulu nach Tahiti segeln wollte. Nur wenige Stunden vom Hafen entfernt schlug das riesige doppelwandige Kanu, die Hokulea, bei stürmischem Wetter leck und kenterte. Aikau meldete sich freiwillig und paddelte auf seinem Surfbrett mehrere Meilen zur nahe gelegenen Insel Lanai, um Hilfe für den Rest der Besatzung zu holen, wurde aber nie wieder gesehen.

ara/AP

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