Team Ineos Froomes Sportdirektor Nicolas Portal stirbt mit 40 Jahren

Nicolas Portal und den vierfachen Tour-de-France-Sieger Chris Froome verband eine besondere Beziehung. Nun ist Portal in seinem Zuhause in Andorra gestorben.
Nicolas Portal (l.) bei der Tour de France 2013

Nicolas Portal (l.) bei der Tour de France 2013

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JOEL SAGET/ AFP

Das Radsportteam Ineos trauert um seinen Sportlichen Leiter Nicolas Portal. Wie die britische Mannschaft bekannt gab, starb der Franzose im Alter von 40 Jahren in seiner Wohnung in Andorra. Zur Todesursache gab Ineos nichts bekannt.

Die "L'Equipe"  und die "Gazzetta dello Sport"  berichten, Portal sei an einem Herzinfarkt gestorben. Der ehemalige Radprofi hatte seine aktive Karriere 2010 wegen Herzproblemen beenden müssen.

Zum Ende seiner Profilaufbahn fuhr Portal für das britische Team Sky, den Vorläufer von Ineos. Der Mannschaft blieb er auch als Offizieller treu. In seine Amtszeit als Sportlicher Leiter fielen sechs Tour-Siege durch Christopher Froome (2013, 2015, 2016, 2017), Geraint Thomas (2018) und Egan Bernal (2019). Mit Portal dominierte Team Sky beziehungsweise Ineos den Radsport.

"Wir sind alle überwältigt von der Trauer durch diese schreckliche Nachricht", schrieb Team Ineos in einer Stellungnahme zum Tod Portals: "RIP Nico, dein Spirit wird immer mit uns auf der Straße und du für immer in unseren Herzen sein."

Auch Froome äußerte sich persönlich. "Meine Gedanken sind heute Abend bei Nicos Frau und Kindern", twitterte der viermalige Tour-Sieger: "Er war der netteste und glücklichste Mensch, den ich kannte, und er lebte das Leben immer in vollen Zügen. Ruhe in Frieden Nico"

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Portal zählt zu den jüngsten Sportlichen Leitern der Radsportgeschichte, die je einen Fahrer zu einem Sieg bei der Tour de France geführt haben. Deswegen verband ihn mit Froome eine besondere Beziehung. Das Fachmagazin "Rouleur"  schrieb einmal über die beiden, sie seien sozusagen "gemeinsam 'gewachsen', entwickelten sich auf ihre Art und Weise, fanden ihre Rollen und entwickelten ein Maß an Selbstvertrauen, das in ihrer Anfangszeit als Teamkapitän und Sportlicher Leiter fehlte."

Als Sportdirektor war er unter anderem für die Organisation, Strategie und Taktik bei der Tour de France mitverantwortlich. Die Fahrer bei Ineos mochten offenbar vor allem Portals Einfühlungsvermögen und seine Nähe zu den Profis.

Als Sportlicher Leiter von Ineos erlebte Portal die erfolgreichste Zeit seiner Karriere im Radsport. Als aktiver Fahrer war er vor allem als Helfer und Etappenjäger im Einsatz gewesen. Zu seinen größten Erfolgen gehört ein Etappensieg beim Critérium du Dauphiné 2004.

ptz/sid
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