Tennis-ATP-Finale Zverev macht gegen Nadal ersten Schritt zur Titelverteidigung

Das sah souverän aus: Alexander Zverev hat sich zum Auftakt des ATP-Finals in glänzender Form gezeigt. Sein Gegner hatte keine Chance - und der hieß immerhin Rafael Nadal.


Perfekter Start und Premierensieg für den Titelverteidiger: Alexander Zverev hat zum Auftakt der ATP Finals erstmals in seiner Karriere gegen Rafael Nadal gewonnen. Der 22 Jahre alte Tennisprofi aus Hamburg setzte sich in London im ersten Gruppenspiel nach einer bemerkenswerten Vorstellung 6:2, 6:4 gegen den Weltranglisten-Ersten aus Spanien durch. Nach 1:23 Stunden verwandelte Zverev seinen ersten Matchball und ging nach dem sechsten Vergleich mit Nadal erstmals als Sieger vom Platz.

Damit trifft Zverev am Mittwoch auf den Griechen Stefanos Tsitsipas, der das erste Match der Gruppe "Andre Agassi" gegen den Russen Daniil Medwedew 7:6, 6:4 gewonnen hatte. Auch gegen Tsitsipas hat Zverev mit 1:3 eine negative Bilanz, Anfang Oktober im Halbfinale von Peking aber nur knapp verloren. Nadal bekommt es am Mittwoch mit Medwedew zu tun.

Der 33 Jahre alte Linkshänder aus Mallorca war zuletzt beim Masters-Series-Turnier in Paris-Bercy zu seinem Halbfinale wegen einer Bauchmuskelverletzung nicht angetreten. Unter der Woche hatte er bereits angedeutet, dass er seinen Gesundheitszustand nicht genau einschätzen könne. Tatsächlich wirkte Nadal zumindest gehemmt.

Starker Einstand auch fürs Doppel

Für Nadal könnte sich damit der London-Fluch auch 2019 fortsetzen. Die ATP Finals sind das einzige große Turnier, das er noch nicht gewonnen hat. Sechsmal schon fehlte er verletzt. 2017 zog er nach einer Auftaktniederlage gegen den Belgier David Goffin zurück.

Einen weiteren guten Start aus deutscher Sicht feierten die Turnier-Debütanten Kevin Krawietz und Andreas Mies. Das an Nummer drei gesetzte Doppel siegte gegen die niederländisch-rumänische Kombination Jean-Julien Rojer und Horia Tecau 7:6 (7:3), 4:6, 10:6. "Das war ein gutes Match und ein solider Einstieg", sagte der 27jährige Krawietz nach dem Sieg in 1:43 Stunden.

Krawietz und der 29 Jahre alte Mies hatten sich zum ersten Mal für das Saisonabschluss-Spektakel qualifiziert und waren beeindruckt von der Atmosphäre in der Halle. "Das hat so viel Spaß gemacht, wir haben jede Sekunde genossen", sagte Mies. Von einem "speziellen Moment" und einem "unglaublichen Feeling" sprach Krawietz.

aha/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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meresi 12.11.2019
1. Nadal und Belag
Nun gut, Zverev hat ihn besiegt, auf einem Belag der Nadal eher nicht liegt. Da stufe ich Nadal eher als # 5 ein unter den 8 Spielern. Er wird auch nichts gewinnen diesmal. Tipp eher auf den Djoker, realistisch gesehen. Obwohl mir Medvedev lieber wär. Tsitsi ist ne Wundertüte, da kann noch alles passieren.
kopi4 12.11.2019
2.
Es kommt ja nicht von ungefähr das Nadal das Turnier noch nie gewann. Seine physische Spielweise ist am Ende der Saison das Problem. Wenn er nicht bei hundert Prozent ist ist Nadal schlagbar.
jean-baptiste-perrier 12.11.2019
3. Schön, erster Sieg über Nadal, aber.....
Wie schon der Vorredner gesagt hat, der Belag ist für Nadal nicht optimal. Zudem ist er körperlich nicht ganz auf der Höhe (siehe Nadals Absage zuletzt). Und last but not least: Es sind "nur" die ATP Finals. Nadal hat seinen Fokus bereits auf die AO Anfang nächsten Jahres gelegt. Da will er fit und in topform sein, um möglichst Federer weiter auf die Pelle zu rücken. Und auf die AO sollte auch Sascha Zverev sich fokussieren, alles andere ist ganz nett, doch in Erinnerung bleiben nur die (mehrfachen) Sieger von Grand Slam Turnieren. Er muss da auch noch nicht gewinnen, aber letzte Acht oder Halbfinale wenn es ganz gut läuft. Sich da mal langsam stabilisieren und als sicherer Kandidat für die zweite Woche rantasten. Achtelfinale muss da das absolute Minimalziel sein als Top Ten Spieler.
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