Erste Teilnahme nach vier Jahren Murrays Wimbledon-Comeback endet in Runde drei

Mit einer künstlichen Hüfte schaffte es Andy Murray bis in die dritte Runde des Tennis-Grand-Slams in Wimbledon. Dort war aber nun gegen den Topspieler Denis Shapovalov Schluss. Auch der Deutsche Dominik Koepfer ist raus.
Andy Murray scheiterte in WImbledon an Denis Shapovalov

Andy Murray scheiterte in WImbledon an Denis Shapovalov

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Kirsty Wigglesworth / AP

Der zweimalige Sieger Andy Murray ist in Wimbledon in der dritten Runde ausgeschieden. Der frühere Weltranglistenerste aus Schottland verlor 4:6, 2:6, 2:6 gegen den Kanadier Denis Shapovalov. Murray war nach langen Verletzungspausen, einem zwischenzeitlichen Rücktritt und der Implantation eines künstlichen Hüftgelenks erstmals seit vier Jahren wieder im Einzelwettbewerb von Wimbledon angetreten und musste sich nach 2:16 Stunden geschlagen geben.

Seine beiden Siege in dieser Woche haben den 34-Jährigen viel Kraft gekostet, so auch am Mittwochabend beim Fünf-Satz-Erfolg über den Kölner Oscar Otte. Shapovalov dagegen war nach seinem knappen Erstrundensieg über den Augsburger Philipp Kohlschreiber kampflos in die dritte Runde gekommen und daher ausgeruhter.

Der an Nummer zehn gesetzte Linkshänder ließ sich auch nicht von einer Pause stoppen, in der wegen der einbrechenden Dunkelheit das Dach geschlossen und das Licht eingeschaltet wurde. Wohl aber sorgte der rutschige Rasen in Wimbledon für Probleme beim Kanadier; wiederholt rutschte Shapovalov aus, blieb aber unverletzt. Im Achtelfinale trifft er nun auf den Spanier Roberto Bautista Agut, der zuvor gegen den deutschen Profi Dominik Koepfer gewann.

Koepfer chancenlos

Beim 5:7, 1:6, 6:7 (4:7) gegen Bautista Agut blieb Koepfer chancenlos. Der erste Durchgang war geprägt von zahlreichen Aufschlagverlusten beider Spieler. Am Ende hatte Bautista Agut mit einem Breakverhältnis von 4:3 die Nase vorn und gewann den Satz nach 52 Minuten mit 7:5. Danach schien Koepfers Widerstand gebrochen, nach zwei weiteren Breaks und 81 Minuten Spielzeit holte sich Bautista Agut auch den zweiten Satz mit 6:1.

Nur der rutschige Rasen in Wimbledon zwang ihn in die Knie: Roberto Bautista Agut

Nur der rutschige Rasen in Wimbledon zwang ihn in die Knie: Roberto Bautista Agut

Foto: BEN STANSALL / AFP

Im dritten Durchgang fand Koepfer wieder zurück ins Match und führte bereits mit 5:2, doch dann schlichen sich erneut Fehler in sein Spiel, vor allem mit der Rückhand. Der Linkshänder musste Bautista Agut auf 5:5 herankommen lassen, ging noch einmal bei eigenem Aufschlag mit 6:5 in Führung und hatte dann doch im Tiebreak das Nachsehen. Nach 2:20 Stunden verwandelte Bautista Agut, Wimbledon-Halbfinalist von 2019, seinen ersten Matchball.

Für den Weltranglistenersten Novak Djokovic läuft hingegen alles nach Plan. Der 34-jährige Serbe gewann in der dritten Runde 6:4, 6:3, 7:6 (9:7) gegen den US-Qualifikanten Denis Kudla. Djokovics nächster Gegner ist der an Nummer 17 gesetzte Chilene Cristian Garín. Djokovic strebt in London seinen 20. Titel bei einem Grand-Slam-Turnier an. Damit würde er mit den Rekordsiegern Roger Federer und Rafael Nadal gleichziehen. Zudem hätte er weiter die Chance auf den Golden Slam, also den Gewinn aller vier Grand-Slam-Turniere und von Olympia-Gold in einem Kalenderjahr.

hba
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