Kerber verpasst Achtelfinale in Paris »Ich bin froh, dass es jetzt auf Rasen geht«

Mit sieben Siegen in Folge ist Angelique Kerber in dieses Duell gegangen, darunter einer gegen ihre Gegnerin. Diesmal hatte Aljaksandra Sasnowitsch die bessere Taktik. Kerber blickt bereits nach Wimbledon.
Angelique Kerber

Angelique Kerber

Foto: Christophe Petit Tesson / EPA

Angelique Kerber hat ihr fünftes Achtelfinale bei den French Open verpasst. Die deutsche Nummer eins unterlag in ihrem Drittrundenmatch in Paris Aljaksandra Sasnowitsch 4:6, 6:7 (5:7). Es war Kerbers erste Niederlage nach zuletzt sieben Erfolgen in Serie. Damit bleiben die French Open das einzige Grand-Slam-Turnier, das Kerber in ihrer Karriere bislang nicht gewinnen konnte.

In der vergangenen Woche auf dem Weg zum Titel beim WTA-Turnier in Straßburg hatte die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Sasnowitsch noch in drei Sätzen geschlagen. Nun verpasste sie eine gute Chance, in Paris erstmals seit 2018 wieder ins Viertelfinale zu kommen. In der Runde der letzten 16 hätte ein Duell mit Martina Trevisan, der Weltranglisten-59. aus Italien, gewartet.

Kerber, die in den vergangenen drei Jahren kein Mal die erste Runde in der französischen Hauptstadt überstand, hatte sich in das Turnier gearbeitet. In der ersten Runde gegen die Polin Magdalena Frech musste sie zwei Matchbälle abwehren, gegen die junge Französin Elsa Jacquemot spielte sie dann ihre Routine aus.

Immer wieder in die Defensive gedrängt

In Runde drei diktierte die aggressiv von der Grundlinie agierende Sasnowitsch nach einem frühen Break von Kerber das Geschehen, Kerber wurde immer wieder in die Defensive gedrängt, ihrer Rückhand fehlte die Länge. Zwei Winnern von Kerber standen 21 von Sasnowitsch gegenüber. Kerber schaffte noch ein Break zum 4:5, doch Sasnowitsch nahm ihr erneut den Aufschlag ab.

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Kerber verließ kurz den Platz, spielte anschließend offensiver. Zum 2:1 gelang ihr dank einiger spektakulärer Punkte das Break. Doch absetzen konnte sich die 34-Jährige nicht. Stattdessen gab sie selbst wieder ihr Service ab und konnte auch ein weiteres Break nicht ausbauen. Sie kämpfte sich zwar noch in den Tiebreak, dort aber verwandelte dann Sasnowitsch nach 1:29 Stunden ihren zweiten Matchball.

Verzicht auf Berlin wegen fehlender Wertschätzung

»Ich bin froh, dass es jetzt auf Rasen geht. Das Kribbeln ist immer noch da, gerade jetzt auch mit Blick auf Wimbledon«, sagte Kerber im Anschluss an ihre Niederlage.

Als Vorbereitung auf den Klassiker in London, wo Kerber im vergangenen Jahr bis ins Halbfinale kam, wird sie in diesem Jahr aber nur ihr eigenes Turnier in Bad Homburg (18. bis 25. Juni) spielen. In Berlin wird sie in der Woche davor dagegen fehlen.

»Ich spiele immer gerne Turniere in Deutschland, das weiß auch jeder. Aber ich werde dieses Jahr in Berlin nicht spielen, weil manchmal fehlt die Wertschätzung hier und da«, sagte Kerber mit Blick auf das Turnier in der Hauptstadt, bei der ihre langjährige Wegbegleiterin Barbara Rittner als Turnierdirektorin fungiert. Näher darauf eingehen wollte Kerber nicht.

sak/sid/dpa