Iga Swiatek gewinnt Masters in Rom Lehrstunde des Teenagers

Als Tennisstar Karolina Pliskova erstmals in Rom im Finale stand, war Iga Swiatek gerade 16 Jahre alt. Drei Jahre später hat die Polin in 46 Finalminuten kein einziges Spiel an ihre erfahrene Gegnerin abgegeben.
Iga Swiatek gewinnt in Rom

Iga Swiatek gewinnt in Rom

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Clive Brunskill / Getty Images

Die Tennisspielerin Iga Swiatek hat das WTA-Turnier in Rom gewonnen. Gegen die dreimalige Rom-Finalistin Karolina Pliskova hatte die Polin erstaunlich leichtes Spiel. Nach 46 Minuten verwandelte die 19-Jährige ihren ersten Matchball zum 6:0, 6:0. Es war das erste Aufeinandertreffen von Swiatek und Pliskova – und das erste Zu-null-Finale in der Geschichte des Turniers im Foro Italico.

Die beiden Sätze sind schnell erzählt, die Zahlen umso beeindruckender: Swiatek trieb die zehn Jahre ältere Pliskova von Beginn an mit druckvollen Schlägen über den Platz, nach 19 Minuten stand es 6:0, Swiatek hatte noch nicht mal ihr langärmliges Oberteil vom Aufwärmen ausgezogen. Auch im zweiten Satz ließ die Polin nicht nach, erst beim Stand von 0:6, 0:3 gelang Pliskova der erste Punktgewinn beim Aufschlag ihrer Gegnerin überhaupt. Zwei weitere Punkte folgten, doch Swiatek ließ sich von den so erspielten Breakbällen nicht verunsichern, wehrte beide ab und zog bis über die Ziellinie durch.

Am Ende dieses ungleichen Duells standen 51 erspielten Punkten für Swiatek lediglich 13 von Pliskova gegenüber, die Tschechin leistete sich zudem sechs Doppelfehler (bei keinem von Swiatek) und 23 unnötige Fehler (5).

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»Das war definitiv nicht mein bester Tag heute«, sagte Pliskova bei der Siegerehrung mit einem Lächeln. »Iga hat heute großartiges Tennis gespielt, Glückwunsch!« Sie werde nun versuchen, das Ergebnis so schnell wie möglich zu vergessen und sich nur an die guten Tage in Rom zu erinnern. Für die 29-Jährige war es das dritte Endspiel in der italienischen Hauptstadt. 2019 hatte sie gewonnen, 2018 gegen Simona Halep vorzeitig aufgeben müssen.

Der auf dem Platz so abgeklärt aufgetretenen Swiatek merkte man ihr Alter indes erst bei ihrer Ansprache an. »Ich bin wirklich, wirklich glücklich«, sagte sie mit einem Kloß im Hals, dankte anschließend in drei Anläufen jedem, der ihr einfallen wollte.

Für Swiatek war es der dritte Titelgewinn auf der WTA-Tour. Damit wird sie in der Weltrangliste ab Montag als Zehnte erstmals in den Top Ten geführt. Vor einem Jahr war der Teenager bei den French Open ohne Satzverlust durch das Turnier in Paris gerauscht und hatte seinen ersten Grand-Slam-Titel gewonnen.

sak
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