Historisches Tennisspiel Erst um 4.54 Uhr endete Alexander Zverevs Tortur gegen Brooksby

Alexander Zverev musste beim Turnier in Mexiko eine Nachtschicht einlegen. Seine Partie gegen den Amerikaner Jenson Brooksby begann erst um 1.30 Uhr Ortszeit und dauerte drei Stunden. Beide waren mit ihren Kräften am Ende.
Alexander Zverev: Brauchte starke Nerven

Alexander Zverev: Brauchte starke Nerven

Foto: Eduardo Verdugo / AP

Alexander Zverev hat in einer historischen Nachtschicht in Acapulco den US-Amerikaner Jenson Brooksby 3:6, 7:6 (12:10), 6:2 geschlagen. Olympiasieger  Zverev, der im zweiten Satz zwei Matchbälle abwehren musste, machte um 4.54 Uhr Ortszeit den Achtelfinaleinzug perfekt – so spät war noch kein Match auf der ATP Tour zu Ende gegangen.

Der Grund für die Nachtschicht: Zverevs Partie hatte erst um 1.30 Uhr Ortszeit begonnen, weil die beiden vorherigen Matches in der Abendsession jeweils länger als drei Stunden gedauert hatten.

Zverev tat sich schwer im ersten Satz gegen Brooksby, der im vergangenen Jahr einen großen Sprung in der Weltrangliste gemacht hatte. Brooksby setzte Zverev vor allem mit starken Returns zu.

Im zweiten Durchgang war es ein ausgeglichenes Match auf hohem Niveau, in dem Zverev starke Nerven brauchte. Gegen Ende des letzten Satzes wirkten Athleten und Publikum in Acapulco gleichermaßen übermüdet.

Nicht mehr hingesetzt, um Wadenkrämpfe zu vermeiden

Im letzten Satz war das Ausmaß der Tortur deutlich zu sehen: Die Bewegungen von Zverev und Brooksby wirkten jetzt verlangsamt, es ging nur noch darum, wer länger durchhalten würde.

Zum Schluss setzte sich Zverev in den Pausen zwischen den Aufschlägen nicht einmal mehr hin, um Wadenkrämpfe zu vermeiden. Sein Gegner Brooksby war nach dem Spiel den Tränen nahe vor Erschöpfung.

Den bisherigen Rekord für das am spätesten beendete Spiel hatten Lleyton Hewitt (Australien) und Marcos Baghdatis (Zypern) 2008 bei den Australian Open mit einem Ende um 4.34 Uhr aufgestellt.

Zverev trifft nach seinem Erfolg nun auf den Münchner Peter Gojowczyk, der bei Spielende höchstwahrscheinlich noch im Bett lag. Gojowczyk, der als Lucky Loser ins Hauptfeld gerutscht war, setzte sich gegen Brandon Nakashima (USA) 6:4, 6:4 durch. Ausgeschieden ist dagegen der Kölner Oscar Otte, der zum Auftakt dem Spanier Pablo Carreño Busta 2:6, 4:6 unterlag.

vgl/sid