Tennis Becker hört beim DTB auf – und spricht schon vom Comeback

Boris Becker kämpft derzeit vor Gericht. Beim Deutschen Tennis Bund beendet er nun seine Arbeit. Aus Zeitgründen, wie er sagt. Er kann sich aber eine Rückkehr mit »einer noch größeren Aufgabe« vorstellen.
Boris Becker

Boris Becker

Foto: Jono Searle / Getty Images

Boris Becker gibt ab 2021 sein Amt beim Deutschen Tennis Bund (DTB) als sogenannter »Head of Men's Tennis« ab. Das gaben der DTB und der frühere Weltklassespieler bekannt. Zukünftig wird Michael Kohlmann die alleinige Verantwortung für den Herrenbereich des DTB übernehmen.

»Die Arbeit für den DTB hat mir in den vergangenen dreieinhalb Jahren große Freude bereitet. Leider fehlt mir aktuell die Zeit, diese umfangreiche Aufgabe weiter auszuüben«, teilte Becker in einem Statement mit, das vom DTB verbreitet wurde.

Becker kämpft derzeit vor einem Gericht in London gegen den Vorwurf, Vermögenswerte in seinem Insolvenzverfahren verschwiegen zu haben. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Haft. Becker bestreitet die Vorwürfe und plädiert in 28 Anklagepunkten auf »nicht schuldig«.

Bedauern beim DTB – aber auch Verständnis

»Natürlich bedauern wir diese Entscheidung, haben aber auch vollstes Verständnis dafür«, sagte DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard. Verbandspräsident Ulrich Klaus ergänzte: »Boris Becker hat sich auch in dieser Funktion herausragend für den Deutschen Tennis Bund eingesetzt.« Man hoffe, ihn auch zukünftig wieder in den Verband einbinden zu können.

Becker hatte den Posten ehrenamtlich ausgefüllt. 2017 war er angetreten, er leitete gemeinsam mit Kohlmann das Davis-Cup-Team, seine Aufgaben waren laut DTB: Sichtungslehrgänge, Kontakt mit Trainern sowie Besuche an Bundesstützpunkten und Turnieren. In erster Linie sollte Becker als Berater für die deutschen Tennis-Männer und Jugendlichen fungieren.

»Ich werde dem DTB freundschaftlich verbunden bleiben und kann mir vorstellen, wenn es meine Zeit erlaubt, dann auch eine noch größere Aufgabe im DTB zu übernehmen, wenn sich die Möglichkeit ergibt«, sagte Becker.

bka
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