Davis-Cup-Halbfinale Deutsches Team gegen Russland chancenlos

Das deutsche Team verpasst das erste Davis-Cup-Finale seit 28 Jahren. Auf Titelfavorit Russland wartet am Sonntag Kroatien im Finale. Der deutsche Spieler Tim Pütz machte zumindest einen jungen Fan zum Gewinner.
Jan-Lennard Struff im Davis-Cup-Halbfinale gegen Daniil Medvedev

Jan-Lennard Struff im Davis-Cup-Halbfinale gegen Daniil Medvedev

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PIERRE-PHILIPPE MARCOU / AFP

Die deutschen Tennis-Herren müssen weiter auf das erste Endspiel im Davis Cup seit 28 Jahren warten. Gegen den Titelfavoriten Russland endete im Halbfinale vorzeitig die überraschende Siegesserie der deutschen Auswahl von Teamkapitän Michael Kohlmann. Dominik Koepfer blieb in Madrid beim 4:6, 0:6 gegen den Weltranglistenfünften Andrej Rubljow chancenlos. Jan-Lennard Struff verlor anschließend trotz einer guten Leistung gegen den Weltranglistenzweiten und US-Open-Champion Daniil Medwedew 4:6, 4:6 und konnte die Chancen auf den Titel nicht mehr wahren.

Nach den zwei Niederlagen in jeweils zwei Sätzen kam es ohne Olympiasieger Alexander Zverev nicht mehr zur erhofften Entscheidung im Doppel mit Tim Pütz und Kevin Krawietz. Die Russen kämpfen am Sonntag im Endspiel gegen Kroatien um den Davis-Cup-Titel.

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»Das Halbfinale ist schon ein großer Erfolg für uns. Hoffentlich können wir in den nächsten Jahren Zverev dazu bekommen, dass er mitspielt, und wir haben eine echte Chance, das Finale und den Davis Cup zu gewinnen«, sagte Koepfer. Angesichts der Klasse der Russen, die zwei Top-Fünf-Spieler in ihren Reihen haben, hätten die Deutschen ATP-Finals-Sieger Zverev gebraucht, um erstmals seit 1993 wieder ins Endspiel einzuziehen.

Auch 1994, 1995 und 2007 war im Halbfinale des Davis Cup für die Deutschen jeweils gegen Russland im Halbfinale Schluss gewesen.

Kuriose Fanaktion

Doppel-Spezialist Pütz machte zumindest einen kleinen Fan im Madrider Publikum noch sehr glücklich. Nach dem bedeutungslosen 4:6, 6:3, 6:4-Sieg im Doppel schenkte der 34-Jährige einem Jungen seinen Schläger, nachdem dieser ihm während der Partie per Übersetzungsprogramm auf seinem Handy darum gebeten hatte – auch wenn es sprachlich kleine Schwierigkeiten gab, wie in einem Tweet des Accounts Tennis GIFs zu sehen ist.

»Der kleine Junge wollte eigentlich eine Schaufel. Das war die Übersetzung«, sagte Teamkapitän Michael Kohlmann im Anschluss an die 1:2-Niederlage gegen die russische Auswahl: »Ich weiß nicht, ob er enttäuscht war, dass er nur einen Schläger bekommen hat. Hoffen wir mal, dass da der Google Translator einfach falsch war.«

ara/sak/dpa/sid
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