Jabeur beim Tennisturnier in Berlin Erst kümmerte sie sich um die verletzte Gegnerin, dann gewann sie das Finale

Ons Jabeur aus Tunesien präsentiert sich kurz vor Wimbledon in Topform – doch im Hitze-Finale von Berlin gegen Belinda Bencic siegte die 27-Jährige nicht so wie sie wollte.
Jabeur kümmerte sich um Bencic während deren medizinischer Auszeit

Jabeur kümmerte sich um Bencic während deren medizinischer Auszeit

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CHRISTIAN MANG / REUTERS

Ons Jabeur hat das Rasenturnier in Berlin gewonnen und präsentiert sich kurz vor Wimbledon weiter in starker Form. Bei mehr als 30 Grad im Steffi-Graf-Stadion profitierte die 27-Jährige aus Tunesien im Endspiel beim Stand von 6:3, 2:1 von der verletzungsbedingten Aufgabe der Schweizer Tennis-Olympiasiegerin Belinda Bencic. Mit ihrem zweiten Turniererfolg im vierten Finale dieses Jahres wird sich die topgesetzte Jabeur auf Rang drei der Weltrangliste schieben.

Bencic erlebte ihren Schreckmoment, als sie beim Stand von 3:5 wegrutschte und längere Zeit am linken Knöchel behandelt wurde. Jabeur kümmerte sich während der medizinischen Auszeit um ihre Gegnerin, brachte ihr Eis für den angeschlagenen Knöchel. Doch das sollte nicht reichen.

»So wollten wir sicher beide nicht dieses Spiel beenden. Du bist so eine Kämpferin, ich bin mir sicher, dass du für Wimbledon wieder bereit sein wirst«, sagte Jabeur, die das Spiel auch vor der Blessur ihrer Gegnerin bestimmt hatte.

Bencic versuchte noch, weiterzumachen

Gute Stimmung in Berlin - und viel Unterstützung für Jabeur

Gute Stimmung in Berlin - und viel Unterstützung für Jabeur

Foto: CHRISTIAN MANG / REUTERS

Die 25-jährige Bencic versuchte noch, stark bandagiert weiterzuspielen, leistete sich in ihrem zweiten Aufschlagspiel des zweiten Satzes drei Doppelfehler und gab enttäuscht auf. Bencic musste sich damit bei der mit insgesamt 717.000 Euro dotierten Veranstaltung wie im Vorjahr erst im Finale geschlagen geben. Vor gut zwei Monaten hatte sie Jabeur im Endspiel von Charleston auf Sand geschlagen.

Für Jabeur war es der dritte Turniersieg nach den Erfolgen in Birmingham 2021 auf Rasen und beim Sandturnier in Madrid im Mai. In der Weltrangliste klettert sie am Montag auf Rang drei – und damit so hoch wie noch nie zuvor.

Als beste Deutsche war Andrea Petkovic im Achtelfinale ausgeschieden. Angelique Kerber hatte in der Vorbereitung auf den Rasenklassiker in Wimbledon (27. Juni bis 10. Juli) auf eine Teilnahme verzichtet und startet kommende Woche beim Turnier in Bad Homburg.

jan/dpa
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