Tennis Wegen Ausschluss russischer Profis – Millionenstrafe für britischen Verband

Wegen Russlands Einmarschs in die Ukraine hatten Tennisprofis aus dem Land nicht an Turnieren in England teilnehmen dürfen. Der Weltverband verhängte deshalb eine Strafe, der britische Verband will sich wehren.
Russischer Profi Daniil Medwedew

Russischer Profi Daniil Medwedew

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Antonio Calanni / dpa

Der Ausschluss russischer und belarussischer Profis hat ein Nachspiel für den britischen Tennisverband LTA. Die Spielerorganisation ATP hat den Veranstalter mehrerer Männer-Events mit einer Strafe von einer Million US-Dollar (ca. 950.000 Euro) belegt und für den Fall einer Wiederholung offenbar mit einem Ausschluss gedroht.

Die LTA, die unter anderem in Queens und Eastbourne Turniere der ATP ausrichtet, wertet dies als »Mangel an Empathie« angesichts der Situation in der Ukraine und erwägt dagegen anzugehen. Auch die WTA, verantwortlich für die Frauen-Tour, hatte den britischen Verband zuvor vergleichbar bestraft, die LTA legte Berufung ein.

»Die LTA ist zutiefst enttäuscht von diesem Ergebnis«, hieß es nun in einem Statement des Verbands zum Schritt der ATP: »Die ATP hat in ihrer Entscheidung weder die außergewöhnlichen Umstände anerkannt, die durch Russlands Invasion in der Ukraine entstanden sind, noch die Reaktion der internationalen Sportgemeinschaft und der britischen Regierung auf die Invasion.«

Auch beim Grand-Slam-Event in Wimbledon hatten russische und belarussische Profis nicht starten dürfen, für den Rasenklassiker gab es keine Weltranglisten-Punkte.

bka/sid
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