Finale der US Open Świątek demoralisiert die neue Weltranglistenzweite Jabeur

Es war das Traumfinale der derzeit besten Tennisspielerinnen der Welt – doch in New York fand lange nur Iga Świątek zur ihrer Form. Ons Jabeur wirkte bei der Zweisatzniederlage teilweise verzweifelt.
Iga Świątek

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Frank Franklin II / AP

Iga Świątek hat das Finale der US Open gegen Ons Jabeur 6:2, 7:6 gewonnen. Es war für die derzeit beste Tennisspielerin der Welt nach den beiden Siegen bei den French Open 2020 und 2022 der dritte Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier. Für Jabeur war es nach Wimbledon, wo sie gegen Jelena Rybakina verlor, die zweite Grand-Slam-Finalpleite in Folge.

Świątek begann das Match fehlerfrei, druckvoll und ließ Jabeur in der Anfangsphase verzweifeln. Zwölf der 14 erste Punkte gingen an die Polin, daraus resultierte eine schnelle 3:0-Führung. Jabeur steht nicht umsonst ab kommenden Montag zum zweiten Mal in ihrer Karriere auf dem zweiten Platz der Weltrangliste direkt hinter Świątek. Angefeuert von ihrer Box schaffte die Tunesierin das Re-Break und verkürzte auf 2:3.

Bei Ons Jabeur ging anderthalb Sätze lang wenig

Bei Ons Jabeur ging anderthalb Sätze lang wenig

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Matt Rourke / AP

Doch Świątek wurde im weiteren Verlauf ihrem Ruf als derzeit beste Returnspielerin der Welt gerecht. Jabeur bekam bei eigenen Aufschlag keine freien Punkte und stand schnell unter Druck. Nach zwei weiteren Breaks für Świątek war der erste Satz bereits nach einer halben Stunde entschieden.

Im Achtelfinale hatte Świątek gegen die deutsche Hoffnungsträgerin Jule Niemeier gewonnen und dabei anderthalb Sätze lang große Probleme gehabt . »Ich glaube, sie hat aus dem Match viel gelernt«, sagte Angelique Kerber, US-Open-Siegerin von 2016, als Co-Kommentatorin bei Eurosport über Niemeier. »Sie wird ihre Chancen definitiv bekommen.« Jabeur blieb dagegen im Finale auch im zweiten Satz weitestgehend chancenlos.

Świątek lässt Jabeur zurück ins Match

Die Weltranglistenerste spielte ein Match nahe an der Perfektion. Der Aufschlag kam mit einer großen Konstanz, die Returns setzten Jabeur sofort unter Druck, die Vorhand kam knallhart und mit ihrer exzellenten Beinarbeit erlief die 21-Jährige auch die präzise gesetzten Schläge von Jabeur. Für die 28 Jahre alte Jabeur wurde das Match zusehends zu einer Demontage, sie wirkte verzweifelt.

Świątek ist bekannt dafür, nie nachzulassen, in den vergangenen Monaten hat sie Sätze häufig zu Null gewonnen. Das wollte Jabeur mit allen Mitteln verhindern, letztmals hatte Madison Keys in einem US-Open-Finale gegen Sloane Stephens einen Satz 0:6 abgegeben. Beim Stand von 0:3 musste Jabeur zwei Breakbälle abwehren und schaffte mit drei guten ersten Aufschlägen den Spielgewinn.

Nun war sie besser im Match, die Lockerheit war zurück und Jabeur glich zum 4:4 aus. Im nächsten Spiel bekam sie erneut Breakbälle, das hätte die Wende in diesem über lange Zeit so einseitigen Finale sein können. Świątek konnte sich jedoch auch ihren Aufschlag und auf den einen oder anderen leichten Fehler ihrer Gegnerin verlassen und so ging es in den Tiebreak – den sie knapp 7:5 für sich entscheiden konnte.

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