Tennis Zverev steht erstmals im Achtelfinale der US Open

Nach zwei Fünfsatzkrimis zum Auftakt der US Open konnte Alexander Zverev den Slowenen Aljaz Bedene in vier Sätzen besiegen. Doch auch in seiner dritten Partie in New York tat sich der Deutsche zunächst schwer.

Al Bello/Getty Images/AFP

Alexander Zverev hat bei den US Open erstmals in seiner Tennis-Karriere das Achtelfinale erreicht. Die deutsche Nummer eins setzte sich in New York gegen den Slowenen Aljaz Bedene 6:7 (4:7), 7:6 (7:4), 6:3, 7:6 (7:3) durch. Im Vorjahr war Zverev in der dritten Runde an Philipp Kohlschreiber gescheitert.

In den ersten beiden Runden des Grand-Slam-Turniers musste Zverev jeweils über fünf Sätze gehen, und auch gegen Bedene erwischte er einen mühsamen Start.

Der erste Satz war ein Spiegelbild seiner Aufs und Abs in diesem Turnier: Nach einem frühen Break führte er schnell 4:1, vergab beim Stand von 5:3 einen Satzball und verlor im Tiebreak.

Die Unzufriedenheit war Zverev deutlich anzusehen: Wieder einmal warf er seinen Schläger aus Frust durch die Gegend, der 22-Jährige schimpfte immer wieder in Richtung seiner Box. Nachdem beide Spieler ihre Aufschlagspiele souverän hielten, hatte Zverev diesmal im Tiebreak das bessere Ende für sich. Mit einem lauten Schrei quittierte die deutsche Nummer eins den Satzgewinn.

Im Gegensatz zu vielen enttäuschend verlaufenen Spielen im Vorfeld des Grand-Slam-Turniers konnte sich der 22-Jährige diesmal vor allem auf seinen Aufschlag verlassen. Dazu kam Nervenstärke, die er auch im Tiebreak des vierten Satzes zeigte.

"Es war ein großer Kampf. Es hätte auch anders laufen können, er hätte das auch in drei Sätzen gewinnen können. Ich bin froh, dass ich durch bin und die zweite Woche erreicht habe", sagte Zverev, der nach 3:36 Stunden seinen zweiten Matchball verwandelte. Länger hatte er im Turnier noch nicht auf dem Platz gestanden. Obwohl er in dieser Woche in New York erstmals nicht über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen musste.

In der vierten Runde trifft Zverev auf Diego Schwartzman. Die argentinische Nummer 21 der Welt benötigte in der dritten Runde gegen den US-Amerikaner Tennys Sandgren nur drei Sätze und gewann 6:4, 6:1, 6:3.

sak/sid/dpa



insgesamt 13 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
jean-baptiste-perrier 01.09.2019
1. Das Zverev Grand Slam Rätsel endlich gelöst!
Glückwunsch an Sascha Zverev, doch jetzt wird es Zeit den Flieger zu buchen. Zverev hat für zweiwöchige Turniere nicht genug Schläger und scheidet deshalb häufig in der ersten Woche absichtlich aus, um nicht ohne Schläger auf dem Platz zu stehen. Nach dem Match gegen Bedene erklärte Zverev er habe nur noch 5 Schläger. Denn nicht nur während der Matche, nein auch im Training würde er regelmäßig Schläger kaputtschlagen. Der Frust muss halt raus. Gerade im Training extrem nachvollziehbar. Denn Schuld ist natürlich immer der Schläger. Das ist bei mir genauso. Der einzige Grund wieso ich noch kein US Open oder Wimbledon Turnier gewonnen habe? Ganz einfach: Ich habe nur zwei olle Schläger (noch aus Holz - Modell Fred Perry). Hätte ich drei Schläger aus Metall (Modell Ivan Lendl 1984) würden Federer, Nadal und Djokovic von Grand Slam Turniersiegen nur träumen. Denn anders als Herr Zverev zertrümmere ich keine Schläger im Match und erst recht nicht im Training. Obwohl verdient hätten sie es. So ein Tennisschläger ist doch eher recht dumm und ungeschickt. Ich bestelle ein Ass und das Ding liefert einen Doppelfehler. Oder statt Longline-Winner liefert mir das Ding einen Cross-Stop der an der Netzkannte hängen bleibt. Da soll man nicht wütend werden, wenn der Tennisschläger zum wiederholten Mal die Kontrolle verliert?
Markus.Wohlers 01.09.2019
2. Ist das einen Bericht wert?
Zverev steht im Achtelfinale. Na und, Djokovic, Nadal und Federer stehen auch im Achtelfinale bzw. insgesamt 16 Spieler.
Nilzf 01.09.2019
3. sehr schöner erster Kommentar!
Ich finde es schade, dass wir in Deutschland einen Top-Spieler haben, mit dem ich mich aufgrund seines Verhaltens so gar nicht identifizieren kann. und das liegt nicht nur am Schlägerzertrümmern.
spadoni 01.09.2019
4. Alexander Zverev
fällt eher unangenehm wegen schlechtem Benehmen auf, als wegen hoher Tenniskunst. Der Beitrag #1 ist von daher sehr zutreffend und humorvoll verfasst.
Nilzf 01.09.2019
5. Markus Wohlers:
Es wird berichtet, weil Zverev schon länger Top Ten Spieler ist, aber zum ersten Mal bei den USopen im Achtelfinale steht. Außerdem wird eine Rolle spielen, dass er Deutscher ist. Über Federer wird dementsprechend in der Schweiz berichtet etc. Im Fußball ist es ja ähnlich, jede Liga bekommt im jeweiligen Land die meiste Aufmerksamkeit.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.