US Open Zverev scheitert im Achtelfinale

Alexander Zverev hat bei den US Open sein erstes Viertelfinale verpasst. Gegen Diego Schwartzman machte der Deutsche so viele Doppelfehler, dass sich sogar sein Gegner etwas verwundert zeigte.

Alexander Zverev verlor bei den US Open sein Achtelfinale gegen Schwartzman
Al Bello/AFP

Alexander Zverev verlor bei den US Open sein Achtelfinale gegen Schwartzman


Alexander Zverev ist bei den US Open im Achtelfinale ausgeschieden. Deutschlands bester Tennisspieler verlor gegen den Argentinier Diego Schwartzman 6:3, 2:6, 4:6, 3:6 und verpasste beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale.

Zverev musste sich nach 3:08 Stunden geschlagen geben. Damit sind bei den US Open keine deutschen Tennisprofis mehr vertreten. Vor Zverev war auch Julia Görges im Achtelfinale ausgeschieden.

Nach einem starken ersten Satz zeigte Zverev große Probleme beim zweiten Aufschlag und schlug insgesamt 17 Doppelfehler. "Ich hatte das Gefühl, dass Alex große Schwierigkeiten mit seinem Aufschlag hatte", sagte Schwartzman. "Ich bin ein großartiger Returner und habe das gut genutzt. Ich glaube, ich habe großes Tennis gespielt."

Dazu leistete sich Zverev zu viele einfache Fehler. Nach dem dritten Satz wirkte Zverev müde, bereits in seinen ersten drei Partien in New York hatte er über drei Stunden auf dem Platz gestanden. Im vierten Satz lag der Deutsche schnell 0:4 hinten, Schwartzman nutzte seinen zweiten Matchball.

Zverev bestätigte damit seine schwache Form in dieser Saison. In Wimbledon war er bereits in der ersten Runde gegen den Qualifikanten Jiri Vesely ausgeschieden. Als Weltranglistensechster ist er in seiner Grand-Slam-Karriere noch nicht über das Viertelfinale hinausgekommen.

sak/hba/dpa/sid



insgesamt 22 Beiträge
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andbit16 02.09.2019
1. 2 Deutsche sind noch bei den US Open vertreten
Die Paris Open Gewinner Mies/Krawietz sind doch noch im Turnier, oder?
jolly.jumper 03.09.2019
2. Schöner Erfolg
1/8 Finale ist für Zverev schon sehr gut. Hatte aber auch viel Glück diesmal mit der Auslosung in den ersten drei Runden. Bei seiner Fehlerquote wäre gegen einen starken Gegner früher Schluss gewesen. Um so mehr muss er versuchen, seine Top 10 Plazierung zu halten, sonst rutscht er in der Setzliste ab und bekommt stärkere Gegner zu Anfang. Und dann fängt die Spirale nach unten an.
jean-baptiste-perrier 03.09.2019
3. Schwartzman zwei Nummern zu groß für A. Zverev
Charakter und Hingabe schlägt Talent und Selbstgefälligkeit. Diego Schwartzman nach insgesamt 9 Sätzen aus 3 Runden fit und bereit trifft auf den sogenannten "Marathon-Mann" Alexander Zverev mit insgesamt 14 Sätzen aus 3 Runden im Koffer. Es gibt da ein Lied der Band Silbermond das heißt "Leichtes Gepäck". Da sollte der Sascha mal genauer reinhören. Gut, 9 Sätze sind das Optimum. 10 oder 11 Sätze sind noch im grünen Bereich. Ab 12 wird es schon sehr kritisch. Aber 14 ist schlicht katastrophal. Da ist das Ausscheiden gegen die immer besser werdenden Gegner in Achtelfinale oder spätestens Viertelfinale nahezu vorprogrammiert. Insbesondere bei einem körperlich unfertigen Spieler wie Sascha Zverev. Da muss er gegen einen Fighter wie Schwartzman eigentlich gar nicht mehr antreten. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, hat der noch amtierende "Rekordhalter" Ivan Lendl in 17 Jahren auf der Tour insgesamt 57 Matches über volle 5 Sätze gespielt. Im Schnitt also 3,35 pro Jahr. Federer hat 50 in 21 Jahren gespielt. Zu Lendls Zeiten gab es noch einige andere Turniere neben den Grand Slam Turnieren bei denen Best-Of-Five gespielt wurde (plus Davis Cup). Federer und Nadal haben früher auch noch Master Turnier Endspiele über 5 Sätze gespielt. Also wenn man den Durchschnitt für ein Jahr auf ein einzelnes Grand Slam Turnier runterbrechen will, dann muss man Lendls Schnitt für ein Jahr nicht durch vier sondern eher durch fünf teilen. 3,35 geteilt durch 5 ergibt 0,67. Lendl als "Rekordhalter" hat im Schnitt pro Grand Slam Turnier also circa 0,67 Fünfsatz-Matches gespielt. Nun vergegenwärtigen wir uns wie oft Sascha Zverev bei Grand Slam Turnieren über volle 5 Sätze spielt. Bei Lendl und Federer waren das überwiegend Finale und Halbfinale. Alexander Zverev spielt seine bevorzugt in Runde 1, 2 und 3! Da grenzt es schon beinahe an ein Wunder, dass Sascha zumindest in Paris zweimal das Viertelfinale erreicht hat. Solange Sascha Zverev diese regelmäßigen 5-Satz-Orgien in der ersten Woche bei Grand Slam Turnieren (Runde 1, 2 und 3) nicht komplett vermeidet, wird er da nichts erreichen. Er scheint körperlich und spielerisch darüberhinaus seit anderthalb Jahren zu stagnieren. Also wenn er in zwei Jahren noch immer auf die gleiche Art und Weise zu Werke geht, dann kann er bei Best-Of-Three Turnieren auch weiterhin vorne mitmischen. Bei Grand Slam Turnieren und Best-Of-Five wird ihn weiterhin jedoch keiner der wirklich guten Spieler ernst nehmen.
Lelas 03.09.2019
4.
Im Einzel sind keine Deutschen mehr dabei, vielleicht kann SPON das endlich mal vollständig berichten. Die Doppelwettbewerbe gehören auch zum Turnier.
jesse01 03.09.2019
5. zverev ist normalmass
Zverev ist keine kommende nr. 1 oder Seriensieger bei grandslams. dieser Hype ist total ungerechtfertigt. er ist einfach nur ein ganz normaler top 20 Profi, nicht mehr und nicht weniger. das sollten spätestens seit gestern alle Experten akzeptieren ! in der Vorrunde immer über fünf Sätzen ist inakzeptabel und in der Tat werden ihn nicht mehr viele Kollegen bei grandslams ernst nehmen. und wen interessieren bitte schön kleine Turniere ? niemand. aber genau diese werden in dem nächsten Jahren Zverevs Welt sein. vielleicht sollte man ihm hund loewik auf die Bank setzen zwecks Motivation ! ich weiß halt auch nicht
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