US Open Alexander Zverev zieht erstmals ins Halbfinale ein

Bisher hatte es Alexander Zverev einmal in ein Grand-Slam-Halbfinale geschafft: bei den Australian Open im Januar. Bei den US Open in Flushing Meadows gelang es ihm nun erneut - als erstem Deutschen seit 25 Jahren.
Setzte sich in vier Sätzen gegen Borna Ćorić durch: Alexander Zverev

Setzte sich in vier Sätzen gegen Borna Ćorić durch: Alexander Zverev

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JASON SZENES/EPA-EFE/Shutterstock

Der deutsche Tennisspieler Alexander Zverev ist zum ersten Mal in seiner Karriere ins Halbfinale der US Open eingezogen. Gegen den Kroaten Borna Coric siegte Zverev 1:6, 7:6 (7:5), 7:6 (7:1), 6:3. Nach dem Halbfinaleinzug bei den Australien Open im Januar 2020 ist es erst der zweite Einzug unter die besten Vier bei einem Grand Slam für den 23-Jährigen.

Einfach hatte es Zverev dabei nicht. Vor allem zu Beginn der Partie offenbarte der Weltranglistensiebte große Probleme, durch viele unnötige Fehler gab Zverev den ersten Satz in nur 24 Minuten ab. Fast über die gesamte Partie schaffte es Zverev nicht, auf konstant hohen Niveau zu spielen.

Im zweiten Satz ließ sich Zverev zudem durch Corics Schweißprobleme beeinflussen, zweimal binnen eines Satzes verließ der Kroate das Feld, um sich in den Katakomben neue Kleidung anzuziehen. Zverev fühlte sich benachteiligt, in der zweiten Runde hatte er bis nach Satzende warten müssen, um seine Schuhe zu wechseln.

Diskussionen mit der Stuhlschiedsrichterin

Auch sonst verstrickte sich Zverev in Diskussionen mit der Stuhlschiedsrichterin: Im zweiten Satz beschwerte er sich, weil ein Ballwechsel wiederholt wurde, obwohl der Ausruf nach dem Schlag kam - und die Challenge den Ball noch gut gezeigt hatte. "Wie kann das sein?", fragte Zverev. Anschließend verlor er nach eigenen Spielbällen sein Aufschlagspiel zum 2:3.

Zverev diskutierte des Öfteren mit der Stuhlschiedsrichterin

Zverev diskutierte des Öfteren mit der Stuhlschiedsrichterin

Foto: JASON SZENES/EPA-EFE/Shutterstock

Erst im Laufe der Begegnung stabilisierte sich Zverev. Dabei ging er ein hohes Risiko ein, neben 18 Assen servierte er auch zwölf Doppelfehler, zum Teil waren seine zweiten Aufschläge weit mehr als 200 km/h schnell. Zudem standen 46 Unforced Errors am Ende 52 Winner gegenüber. Vor allem in den Tiebreaks war Zverev dann jedoch nervenstärker: Den dritten Satz gewann er im Tiebreak zu eins. Danach war Coric Gegenwehr nahezu gebrochen, seinen dritten Matchball nutzte Zverev zum Halbfinaleinzug.

Zverev hat das US-Open-Semifinale als erster deutscher Tennisprofi seit Boris Becker 1995 erreicht.

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Im Januar war er bei den Australien Open ebenfalls ins Halbfinale eingezogen, verlor dort jedoch gegen Dominic Thiem. Bei den US Open kann er nun frühestens im Finale auf Thiem treffen: Im Halbfinale erwartet ihn der Spanier Pablo Carreño-Busta. Der 29-Jährige setzte sich im Viertelfinale gegen den Kanadier Denis Shapovalov mit 3:6, 7:6 (7:5), 7:6 (7:4), 0:6, 6:3 durch. Das Match endete am Mittwochmorgen kurz nach ein Uhr Ortszeit in New York. Das bislang einzige Duell mit Carreño-Busta entschied Zverev 2018 in Miami für sich.

hba/dpa
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