US Open Berrettini zieht als erster Italiener seit 42 Jahren ins Halbfinale ein

1977 zog zuletzt ein Italiener ins Halbfinale in New York ein. Matteo Berrettini beendete die Serie gegen Gaël Monfils. Nach dem Spiel sagte Berrettini, dass er sich an "keine Punkte, nur an den Matchball" erinnere.

Matteo Berrettini zog gegen Gaël Monfils ins Halbfinale ein
Justin Lane/EPA-EFE/REX

Matteo Berrettini zog gegen Gaël Monfils ins Halbfinale ein


Matteo Berrettini ist als erster Italiener seit 42 Jahren ins Männerhalbfinale der US Open eingezogen. Der 23-Jährige gewann im Viertelfinale in New York gegen den Franzosen Gaël Monfils 3:6, 6:3, 6:2, 3:6, 7:6 (7:5). Als zuvor einziger Italiener hatte Corrado Barazzutti 1977 das Halbfinale in New York erreicht.

Auf seinem Weg zum Matchgewinn hatte er im fünften Satz vier Matchballe vergeben, beim Stand von 5:3 gar mit einem Doppelfehler. Erst den fünften Matchball nutzte Berrettini nach 3:57 Stunden im Tiebreak. Monfils hatte große Probleme beim Aufschlag und schlug insgesamt 17 Doppelfehler. Mit der gleichen Anzahl war der letzte deutsche Einzelspieler im Turnier, Alexander Zverev, im Achtelfinale an Diego Schwartzman gescheitert.

"Ich erinnere mich an keine Punkte, nur an den Matchball", sagte Berrettini und fügte lachend an: "Ich erinnere mich auch an den Doppelfehler, um ehrlich zu sein. (...) Ich bin echt glücklich und stolz." Für Berrettini ist es der erste Halbfinaleinzug bei einem Major in seiner Karriere.

Berrettinis Gegner im Halbfinale am Freitag ist entweder French-Open-Sieger Rafael Nadal oder Schwartzman. Den anderen Finalisten spielen Grigor Dimitrow und Daniil Medwedew aus.

Bencic erstmals im Halbfinale

In der Frauenkonkurrenz erreichte die Schweizerin Belinda Bencic ebenfalls das Halbfinale. Die 22 Jahre alte Tennisspielerin gewann gegen die Kroatin Donna Vekic 7:6 (7:5), 6:3 und steht damit erstmals bei einem der vier Grand-Slam-Turniere in der Runde der letzten Vier. Bencic nutzte gegen Vekic, die in der Runde zuvor Julia Görges ausgeschaltet hatte, nach 1:41 Stunden ihren dritten Matchball.

Um den Finaleinzug spielt Bencic gegen die Siegerin des Duells zwischen Bianca Andreescu und Elise Mertens. Im zweiten Halbfinale spielt Favoritin Serena Williams gegen die Ukrainerin Jelina Switolina.

hba/sid



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jean-baptiste-perrier 05.09.2019
1. Best-Of-Five at its best!
Berrettini gegen Monfils war natürlich körperlich echt grenzwertig auch im Hinblick auf das Halbfinale gegen Nadal. Andererseits solche epischen Schlachten machen den Mythos von Grand Slam Turnieren aus. Nicht allein die Endspiele und Titel zählen. So ein Viertelfinale kann unter Umständen länger in Erinnerung bleiben als so manches einseitige und deshalb langweilige Finale. Und diese Dramaturgie inklusive der körperlichen Komponente gibt es nur mit Best-Of-Five. Es gab und gibt ja immer wieder Vorschläge bei den Herren auch bei den Grand Slam Turnieren nur noch Best-Of-Three zu spielen (zumindest bis Halbfinale). Das würde die besondere Magie jedoch zerstören. Man sieht es doch an den Master Turnieren. Seitdem man da nicht mehr die Endspiele Best-Of-Five spielt (man denke an Nadal gegen Federer damals in Rom), ist die Faszination auch nicht mehr so groß. Ich persönlich würde sogar für Best-Of-Five auch für die Damen in Endspielen bei Grand Slam Turniern plädieren. Aber nur in Endspielen! Das ginge ansonsten insgesamt auch nicht in 14 Tagen. Konditionell auch für viele nicht zu packen. Zumal die eine Hälfte der Damen ihre Viertelfinale und Halbfinale an zwei direkt folgenden Tagen austragen: Mittwoch und Donnerstag gleich wieder, damit vor dem Finale am Samstag zumindest ein Tag Pause ist und die Herren am Freitag ungestört ihre Halbfinale über die Bühne bringen können.
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