Vor Serenas Karriereende Williams-Schwestern spielen ein letztes Mal gemeinsam Doppel

Nach den U.S. Open wird Tennis-Ikone Serena Williams ihre Karriere beenden. Dort, wo sie 1999 ihren ersten Grand Slam gewann, tritt sie ein letztes Mal im Doppel mit Schwester Venus an. Andere Tennisstars huldigten ihr vorab.
Venus Williams (l.) und ihre ein Jahr jüngere Schwester Serena

Venus Williams (l.) und ihre ein Jahr jüngere Schwester Serena

Foto: imago sportfotodienst / imago images/Claus Bergmann

Der Abschied von Serena Williams aus dem Tennis hat gute Chancen, der emotionale Höhepunkt der diesjährigen U.S. Open zu werden. Nun steht fest: Der US-Superstar wird nicht nur im Einzel antreten, sondern sich auch an der Seite der älteren Schwester Venus Williams ein letztes Mal im Doppel auf den Court wagen. Das Duo hat eine Wildcard für das Turnier angenommen.

Damit treten die beiden Schwestern noch ein letztes Mal gemeinsam dort an, wo Serena 1999 den ersten von insgesamt 23 Grand-Slam-Titeln gewann. Auch die gemeinsame Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen: Im Doppel gewannen Serena und Venus Williams 14 Grand-Slam-Titel, dazu kommen drei Goldmedaillen bei Olympischen Spielen.

Die große Verabschiedung vom heimischen Publikum beginnt für Serena Williams in der Nacht zum Dienstag mit ihrem Auftaktmatch in der Einzelkonkurrenz (1 Uhr MESZ/Eurosport), Gegnerin ist Danka Kovinić aus Montenegro.

Serena Williams hatte kürzlich im Modemagazin »Vogue« ihren Rücktritt angekündigt. Doch sie fürchtet sich vor dem Moment, wenn die Zeit zum Abschied unwiderruflich gekommen ist. »Bei diesem Thema gibt es bei mir keine Freude, ich fühle große Schmerzen«, sagte die US-Amerikanerin: »Es ist das Schwierigste, was ich mir vorstellen kann. Ich hasse es. Ich hasse es, am Scheideweg zu stehen.«

Stars der Szene verneigen sich vor dem »Phänomen«

Schon vor Serena Williams' Abschied haben sich die Stars der Szene vor der Tennis-Queen verneigt. Rafael Nadal und andere sprachen der 23-maligen Grand-Slam-Turniersiegerin ihren höchsten Respekt aus. »Sie war als Sportlerin nicht nur eine Tennisspielerin, sondern auch eine der wichtigsten Athletinnen in der Geschichte des Sports. Aus Tennissicht ist es ein großer Verlust, dass sie geht. Jetzt hat sie es sich verdient, wählen zu können, was sie tun möchte. Sie ist eine Legende. Ich hoffe, dass sie weiterhin in die Tenniswelt involviert sein wird«, sagte der 22-malige spanische Grand-Slam-Sieger Rafael Nadal.

»Bevor Serena kam, gab es nicht wirklich eine Ikone des Sports, die so aussah wie ich. Als ich aufwuchs, dachte ich nie, dass ich anders bin, weil die Nummer eins der Welt jemand war, der so aussah wie ich«, sagte die Weltranglisten-Zwölfte US-Amerikanerin Coco Gauff.

Und der fünfte der Weltrangliste, der Grieche Stefanos Tsitsipas, sagte: »Serena hatte mit ihrer Karriere, mit ihrer Community, so etwas wie einen Dominoeffekt ausgelöst. Sie war sehr inspirierend, auch für mich. Was sie auf dem Tennisplatz und außerhalb tat, hat das Tennisspiel nach oben gebracht und es als Sport so wichtig gemacht. Sie ist ein Phänomen.«

vgl/dpa
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