Sieben Doppelfehler in einem Spiel, Streit um Kyrgios-Kragen Acht Geschichten von den US Open

Es war viel los bei den US Open: Einer ehemaligen French-Open-Siegerin unterliefen in einem Spiel sieben Doppelfehler, eine Tennishoffnung trifft auf die Titelverteidigerin - und dann gab es noch einen spektakulären Matchball.

Cori Gauff
Charles Krupa/AP

Cori Gauff


Aus für die Wimbledon-Siegerin: In London hatte sie noch triumphiert, bei den US Open ist Simona Halep jedoch bereits in der zweiten Runde ausgeschieden. Die Rumänin verlor gegen die US-amerikanische Qualifikantin Taylor Townsend 6:2, 3:6, 6:7 (4:7). "Ich bin enttäuscht. Ich hatte die Erwartung, dass ich selbstsicher bin, aber heute war es anders", sagte Halep, die in den vergangenen beiden Jahren bereits in der ersten Runde gescheitert war.

Fehlstart mit Happy End: Die ehemalige French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko ist bei ihrem Zweitrunden-Match besonders holprig in die Partie gekommen. Der Lettin unterliefen in ihrem ersten Aufschlagspiel gegen die US-Amerikanerin Alison Riske sieben Doppelfehler. Doch am Ende gewann Ostapenko das Match 6:4, 6:3. Insgesamt kam sie auf 17 Doppelfehler.

Petkovic besiegt die Nummer sechs der Welt: Andrea Petkovic steht in der dritten Runde in New York - und hat dafür eine starke Gegnerin bezwungen. Gegen die Weltranglisten-Sechste Petra Kvitova siegte die Deutsche (Nummer 88 der Welt) 6:4, 6:4. Auch beim letzten Duell, während der Australian Open 2018, hatte Petkovic gegen die Tschechin triumphiert. Von insgesamt elf Spielen gewann Petkovic sechs - nun trifft sie auf die Belgiern Elise Mertens. Auch Julia Görges steht in der dritten Runde.

Andrea Petkovic
JUSTIN LANE/EPA-EFE/REX

Andrea Petkovic

Nadal kampflos weiter: Tennissuperstar Rafael Nadal steht ebenfalls in der dritten Runde, musste aber dafür nicht antreten. Der Spanier profitierte in Flushing Meadows von der kurzfristigen Absage seines australischen Gegners Thanasi Kokkinakis. Kokkinakis musste für die Partie in der Night Session im Arthur Ashe Stadium wegen einer Verletzung an der rechten Schulter passen.

Spektakulärer Matchball: Der Franzose Gaël Monfils hat sein Match auf denkbar spektakuläre Weise beendet. Der Matchball bei seinem 6:3, 6:2, 6:2-Sieg gegen den Rumänen Marius Copil geriet zur artistischen Meisterleistung. Nach einem hohen Ball von Copil sprang Monfils ab, drehte sich einmal um die eigene Achse, bevor er mit einem Schmetterball den letzten Punkt des Spiels machte. Sehen Sie selbst:

Tennishoffnung gegen Titelverteidigerin: Die US-Teenagerin Cori Gauff fordert in der dritten Runde Titelverteidigerin Naomi Osaka heraus. Die 15-Jährige nimmt nach ihren furiosen Auftritten in Wimbledon (Sieg gegen Venus Williams) dank einer Wildcard zum zweiten Mal an einem Grand-Slam-Turnier teil. Sie bezwang die ungarische Qualifikantin Timea Babos 6:2, 4:6, 6:4 und trifft nun auf die topgesetzte Japanerin. Osaka hatte im Vorjahr in New York ihren ersten von zwei Major-Titeln gewonnen.

Naomi Osaka
Kena Betancur/AFP

Naomi Osaka

Kyrgios und der Kragen: Der Australier Nick Kyrgios hat für Irritationen gesorgt. Wegen eines Slogans, der auf dem Stehkragen seines weißen Shirts stand, hatte er eine Auseinandersetzung mit dem Schiedsrichter.

Beim Einspielen klappte Kyrgios den Kragen hoch und es kam "Just do you" zum Vorschein, ein Wortspiel des Nike-Slogans "Just do it". Der Referee forderte, dass Kyrgios den Schriftzug verdecken soll. Der Tennisprofi fragte einige Male nach einer Begründung - gab dann aber doch nach. Im Anschluss besiegt er Antoine Hoang 6:4, 6:2, 6:4.

Zverev sorgt sich wegen Toilettenpausen: Alexander Zverev, selbst erst 22 Jahre alt, macht sich Gedanken um das Image der jungen Tennis-Generation. Weil sich viele der aufstrebenden Spieler während ihrer Matches Auszeiten zur Behandlung oder zum Toilettengang nehmen, sieht die deutsche Nummer eins den Ruf gefährdet. "So ein Image möchte ich nicht für die jungen Spieler haben", sagte er nach seinem Zweitrundensieg gegen Frances Tiafoe.

Der US-Amerikaner hatte sich eine zwölf Minuten lange Toilettenpause genommen. "Ich weiß gar nicht, was man so lange auf Toilette machen kann", sagte Zverev. Zuvor hatte sich der 21 Jahre alte Grieche Stefanos Tsitsipas ebenfalls eine mehrminütige Pause gegönnt. "Ich weiß nicht, warum die jungen Spieler das machen. Roger (Federer) und Rafa (Nadal) machen das auch nicht", sagte Zverev.

bka/sid/dpa/Reuters



insgesamt 2 Beiträge
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jean-baptiste-perrier 30.08.2019
1. Wat mutt dat mutt!
Zu den "langen" Toilettenpausen: Vielleicht haben Tiafoe und Tsitsipas am Vortag zufällig im selben Restaurant gegessen? Also im Ernst: Wenn ein Spieler sich ernsthaft mal unwohl fühlt, dann sollten selbst 15 Minuten tolerierbar sein. Natürlich nur wenn dies nachvollziehbar nur sehr selten passiert als Einzelfall. Nicht als taktisches Mittel um den Spielfluss des Gegners zu stören! Oder einer hat wie früher in der Schule auf der Toilette einen Spickzettel versteckt (auf dem die Schwächen des Gegners nochmal kurz zusammengefasst nachgelesen werden)? Kyrgios und Tomic könnten sich in der Zeit auch einen Joint reinziehen damit sie auf dem Platz mal etwas gechillter agieren und sich nicht mehr über alles aufregen! Oder Toilettenpausen doch komplett verbieten und die Spieler es bei 40 Grad und bis zu 4 Stunden alles ausschwitzen lassen? SPON könnte da mal eine Umfrage starten "Sagen Sie uns ihre Meinung..."!
purplehaze 30.08.2019
2. Regeln
Es ist so wie es immer ist wenn die Regeln nicht festgelegt sind. Der Spieler macht was er will und der Schiedsrichter genau so. Und daraus ergeben sich dann Vor- oder Nachteile. Tennis wird eh immer dreckiger. Lange Pausen nach dem Satz. Abdrehen wenn der Gegner aufschlagen will. Challenges nehmen obwohl der Ball klar im Aus ist. Antreten auch wenn man verletzt ist und nicht zu Ende spielen wird. Usw. Sportlich bei diesem ehemals feinen Sport ist das nicht.
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