Nach Einzug ins French-Open-Finale Gauff fordert ein Ende von Waffengewalt

Die US-Amerikanerin Coco Gauff hat das Finale der French Open erreicht. Im Moment des Sieges denkt sie zuerst an die jüngsten Bluttaten in ihrem Land – und ruft zum Wandel auf.
Cori Gauff nach dem Finaleinzug bei den French Open

Cori Gauff nach dem Finaleinzug bei den French Open

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CHRISTOPHE PETIT TESSON / EPA

Nach ihrem Finaleinzug bei den French Open hat die amerikanische Tennisspielerin Coco Gauff auf die großen Probleme mit Waffengewalt in ihrer Heimat hingewiesen. »Frieden! Beendet Waffengewalt«, schrieb die 18-Jährige in Paris auf die Linse der TV-Kamera. Es ist üblich, dass Tennisprofis nach ihren Siegen Grüße oder Botschaften auf die Kamera schreiben.

»Für mich ist es wichtig, die Plattform, die ich habe, zu nutzen. Vor allem hier in Europa«, sagte Gauff nach ihrem 6:3, 6:1 gegen Martina Trevisan aus Italien im Halbfinale. »Wir brauchen definitiv einen Wandel und eine Reform in diesem Aspekt«, sagte Gauff. Die 18-Jährige hatte sich in den vergangenen Tagen schon in den sozialen Netzwerken zu der Gewalt in den USA geäußert.

Die USA werden derzeit von einer ganzen Serie von Taten erschüttert, bei denen Bewaffnete das Feuer eröffnen und mehrere Menschen töten. In einer Grundschule im texanischen Uvalde waren in der vergangenen Woche 19 Kinder und zwei Lehrer erschossen worden.

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Gauff trifft nun im French-Open-Finale am Samstag auf die polnische Weltranglisten-Erste Iga Swiatek, die ihr Halbfinale gegen Darja Kassatkina aus Russland mit 6:2, 6:1 deutlich gewann.

Gauff und Trevisan lieferten sich hingegen im ersten Satz ein ausgeglichenes Duell. Beide Spielerinnen hatten große Probleme, ihren Aufschlag durchzubringen. Gegen Ende des ersten Durchgangs wurde Gauff, die 2018 im Stade Roland Garros den Wettbewerb bei den Juniorinnen gewonnen hatte, stärker und holte sich den ersten Satz.

Danach musste Trevisan erst einmal für einige Minuten behandelt werden. Die Italienerin hatte im Vorfeld der French Open das Turnier in Rabat gewonnen und daher zuletzt viel gespielt. Das machte sich nun bemerkbar, Trevisan startete mit einem dicken Oberschenkelverband in den zweiten Satz. Zwar versuchte die Italienerin hier noch einmal alles, doch Gauff war an diesem sonnigen Tag in Paris zu stark und nutzt nach 1:28 Stunden ihren ersten Matchball.

»Ich bin ein bisschen geschockt gerade. Ich habe keine Worte, die das beschreiben können«, sagte Gauff nach ihrem Sieg. Ins Finale am Samstag will sie mit der gleichen Gelassenheit gehen wie in bislang alle Partien im Bois de Boulogne. »Es passieren gerade so viele Dinge auf der Welt, vor allem auch in den USA. Das hier ist nur ein Tennismatch«, sagte Gauff.

ara/dpa
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