Vorbereitung auf die French Open Kerber verliert, Thiem pausiert, Zverev überlegt

Am 27. September beginnen die French Open. Die Umstellung auf Sand könnte zum Problem werden, wie Angelique Kerber in Rom gemerkt hat. Das Turnier in Hamburg hofft auf Alexander Zverev.
Angelique Kerber

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Clive Brunskill / Getty Images

Alexander Zverev wollte in dieser Woche das Mastersturnier in Rom spielen. Nach seinem Finaleinzug bei den US Open hat er seine Pläne nun geändert, er wird sich zunächst erholen. Doch wie wird der 23-Jährige seine Vorbereitung auf die Sandsaison gestalten? Bereits am 27. September beginnt mit den French Open das nächste Grand-Slam-Turnier - die kurze Pause zwischen den Majors ist der langen Corona-Pause im Tennis geschuldet.

Zudem werden die Plätze im Stade Roland Garros witterungsbedingt in einem anderen Zustand sein als beim ursprünglichen Termin Ende Mai. Sollte Zverev deshalb der Sinn nach Spielpraxis stehen, bliebe ihm nur noch ein Auftritt in seiner Heimat Hamburg. Die European Open am Rothenbaum starten am kommenden Montag mit bisher fünf Spielern aus den Top Ten der Weltrangliste.

Die Veranstalter hätten Zverev gerne als weiteres Zugpferd dabei. Turnierdirektorin Sandra Reichel betonte jedoch, Zverev und US-Open-Sieger Dominic Thiem zunächst nach der "sensationellen Tennisnacht" von New York "erstmal ein wenig in Ruhe" lassen zu wollen. Thiem hat in der "New York Times" mittlerweile verkündet, kein Turnier zur Vorbereitung auf die Fench Open spielen zu wollen. Zverevs Planung sind noch nicht bekannt.

Wie schwierig die Umstellung vom Hartplatz in New York auf langsame Sandplätze in Europa ausfallen kann, zeigen die Ergebnisse aus Rom. Dort sind Angelique Kerber und Jan-Lennard Struff schon in der ersten Runde gescheitert. Kerber unterlag der ungesetzten Tschechin Katerina Siniakova 3:6, 1:6. Siniakova, Nummer 61 der Weltrangliste, attackierte immer wieder den zweiten Aufschlag der dreimaligen Grand-Slam-Siegerin, der fünf Doppelfehler unterliefen.

Bei den Männern erwischte es auch die deutsche Nummer zwei Struff. Der 30-Jährige musste sich Federico Coria aus Argentinien (ATP-104.) 1:6, 6:7 (5:7) geschlagen geben. Am Montag hatte bereits Julia Görges ihr Auftaktmatch in Rom verloren. Mit Dominik Koepfer gab es aus deutscher Sicht jedoch auch einen Profiteur, er besiegte den Weltranglisten-27. Alex de Minaur (Australien) in drei Sätzen.

krä/sid
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