Kerber erreicht Achtelfinale Eine Regenpause kann so guttun

Im ersten Satz gegen Alexandra Sasnowitsch wirkte Angelique Kerber völlig von der Rolle. Dann folgte eine Regenpause – und die deutsche Tennisspielerin kehrte wie verwandelt zurück.
Nach 75 Minuten stand sie im Achtelfinale: Angelique Kerber

Nach 75 Minuten stand sie im Achtelfinale: Angelique Kerber

Foto: Kirsty Wigglesworth / AP

Angelique Kerber nimmt in Wimbledon immer mehr Schwung auf und steht im Achtelfinale. Die Siegerin von 2018 hatte im Drittrundenmatch gegen Alexandra Sasnowitsch aus Belarus zunächst große Mühe – nach einer Regenunterbrechung spielte Kerber aber wie ausgewechselt und siegte 2:6, 6:0, 6:1. Am »Manic Monday« bekommt es die 33-Jährige nun mit US-Nachwuchshoffnung Cori Gauff zu tun.

Für Kerber war es der achte Sieg auf Rasen in Serie. Da viele Mitfavoritinnen schon früh gescheitert sind, ist das Feld für die Kielerin weit geöffnet. Kerber ist auch die einzige verbliebene Wimbledonsiegerin im Turnier.

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Mit ihrem forschen und risikoreichen Spiel stellte Sasnowitsch, die in der ersten Runde von der verletzungsbedingten Aufgabe von US-Superstar Serena Williams profitiert hatte, Kerber vor große Probleme. Ihre ersten beiden Aufschlagspiele gab die Deutsche direkt ab und geriet 0:4 in Rückstand. Kerber agierte fast nur aus der Defensive, ihre mutige Kontrahentin machte hingegen kaum Fehler.

Sasnowitsch, als 100. der Weltrangliste 72 Plätze hinter Kerber klassiert, wirkte frischer. Noch am Donnerstag hatte die dreimalige Grand-Slam-Gewinnerin beim hart erkämpften Zweitrundensieg gegen die Spanierin Sara Sorribes Tormo 3:20 Stunden auf dem Platz gestanden und dabei Probleme an ihrem linken Handgelenk offenbart.

Beim Stand von 1:5 sorgte der Regen dafür, dass die Spielerinnen den Platz verlassen mussten – und das gab Kerber die Chance, sich in der über eineinhalbstündigen Pause neu zu sortieren. Sie wirkte im zweiten Durchgang konzentrierter, zwang Sasnowitsch mit mehr Power und besseren Returns zu Fehlern und setzte sich 6:0 durch. Auch im dritten Satz hatte die Belarussin keine Chance. Nach 75 Minuten verwandelte die deutsche Nummer eins den ersten Matchball.

jan/sid
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